Redakteurssprecher ORF Landesstudio NÖ: Weisen SPÖ Vorwürfe aufs Schärfste zurück

St. Pölten (OTS) - Die SPÖ Niederösterreich wirft dem ORF Landesstudio Niederösterreich in einer Aussendung vom 19. März eine einseitige ÖVP -lastige Berichterstattung vor. Damit wird ORF Redakteuren unterstellt, das Rundfunkgesetz zu brechen.

Die Redakteurssprecher des ORF Landesstudios Niederösterreich weisen dies in aller Schärfe zurück.

Jeder einzelne Redakteur ist verpflichtet die ihm im Rundfunkgesetz vorgeschriebene Objektivität und Ausgewogenheit einzuhalten und tut dies auch.

Ebenso ist zurückzuweisen, daß die "blau-schwarze Bundesregierung" oder "Veränderungen im ORF Kuratorium" Einfluß auf die Berichterstattung des ORF Landesstudios Niederösterreich haben. Hier werden politische Interventionen und damit der Bruch des Rundfunkgesetzes unterstellt. Ebenso spricht das Rundfunkgesetz klar vom Recht des Redakteurs auf Unabhängigkeit.

Zu den von der SPÖ angeführten Beispielen einer angeblich einseitigen Berichterstattung sei nun festgehalten:

1) Objektivität und Ausgewogenheit heißt nicht Proporz. Denn gerade den Proporz soll das Rundfunkgesetz verhindern. Das mag die Geschäftsführerin der SPÖ Niederösterreich Karin Kadenbach möglicherweise verwechselt haben.

a) Die Äußerungen des Innenministers Strasser zu Schubhaftplätzen waren Bestandteil einer Pressekonferenz. Es hätte dem Landesparteiobmann der SPÖ Niederösterreich Karl Schlögl freigestanden in einer Pressekonferenz darauf zu reagieren.

b) Zusätzlich ist zu erwähnen, daß der SPÖ NÖ Parteichef und frühere Innenminister Karl Schlögl bereits am Donnerstag in der Niederösterreich Heute Sendung zur Forderung des Landeshauptmannes nach mehr Schubhaftplätzen zitiert wurde.

2) Im weiteren legt die Redaktion Wert darauf, die jeweils durch ihre Funktion für ein Thema zuständigen Politiker zu Wort kommen zu lassen:

In dem Zusammenhang ist darauf hinzuweisen, daß nicht, wie von der SPÖ so tituliert, der Tunnelgegner Erwin Pröll zu Wort kam , sondern der zuständige Landesverkehrsreferent und Landeshauptmann .

3) Es war, was die SPÖ offensichtlich vergessen hat zu erwähnen, nicht nur der ÖVP Landesrat Wolfgang Sobotka , sondern auch der SPÖ Landeshauptmannstellvertreter Hannes Bauer in seiner Funktion als Gesundheitsreferent in der NÖ Heute Sendung vom 17. März zu sehen und zu hören.

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