Adieu kleiner Bär! Der WWF trauert um das Bärenfindelkind Stoffi

Wien (OTS) - Der Botschafter der Wildnis, das Bärenfindelkind Stoffi musste gestern, Sonntag 19.03.2000, unvorhergesehen im Tiergarten Schönbrunn eingeschläfert werden. Norbert Gerstl, Leiter des WWF-Bärenprojektes (World Wide Fund For Nature): "Der Botschafter der Wildnis ist tot - aber seine Botschaft lebt weiter: Tun wir was für die Bären in freier Wildbahn." Mit der Kampagne "Lass' sie leben! - es geht um 10 bedrohte Arten" will der WWF 60 Millionen Schilling für vierjährige Schutzprogramme - darunter auch für den Braunbären auf die Beine stellen.

Ihre Spende zählt - weniger als öS 8,-- pro Einwohner würden schon reichen: P.S.K. 1.944.000 Kennwort: Lass' sie leben!

Stoffis Lebensgeschichte

Im Mai 1999 erregte ein ca. 4 kg schweres Pelzknäuel das Interesse ganz Österreichs: Stoffi - benannt nach der Fa. "Alles aus Stoff und Leder", die die "Erste Hilfe" finanzierte. Völlig allein irrte der kleine Bär auf einer Straße im Salzatal umher, bis er von Bauarbeitern gefunden und die WWF Bärenanwälte alarmiert wurden. Alle Versuche, die Mutter des Bären zu finden, schlugen fehl. Das verwaiste Bärenbaby - ein Sprößling der vierten Generation österreichischer Bären seit Beginn des WWF-Bärenprojektes - fand schließlich im Tiergarten Schönbrunn ein neues Zuhause und wurde dort liebevoll aufgepäppelt. Mehr als 9 Monate waren ihm allerdings auch dort nicht vergönnt. Gestern musste der mittlerweile fast 80 kg schwere Bär vom Schönbrunner Tierarzt wegen Lähmungserscheinungen und zunehmender Schmerzen eingeschläfert werden.

Vor mehr als 10 Jahren startete der WWF ein ehrgeiziges Projekt zur Wiederansiedelung des Braunbären in Österreich - mit Erfolg: 1991 konnte der erste Bärennachwuchs in Österreich seit mehr als 100 Jahren verzeichnet werden. Mittlerweile ist die Population auf ca. 30 Individuen angewachsen und die fünfte Generation wird schon mit Spannung erwartet. "Eine stabile Bärenpopulation in Österreich braucht allerdings 50 Bären," erklärt Norbert Gerstl, Leiter des WWF-Bärenprojekts. "Mit der Kampagne "Lass' sie leben" können wir das Überleben der Bären sichern."

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