AK kritisiert Verteuerungen der Wohnungen durch die Regierung

Tumpel lehnt Budgetsanierung auf Kosten der Mieter und Eigentümer ab

Wien (OTS) - AK-Präsident Herbert Tumpel kritisiert die von der Regierung geplanten Gebührenerhöhungen bei Bausparkassendarlehen und Genossenschaftswohnungen: Bei der Aufnahme eines Bausparkassen-Darlehens müssen Darlehensnehmer künftig eine 1,2prozentige Gebühr zahlen, beanstandet Tumpel: So müssen Konsumenten für ein Darlehen von 700.000 Schilling 8.400 Schilling Grundbucheintragungsgebühr zahlen. Ebenso plant die Regierung eine Grundbucheintragungs-Gebühr für Genossenschaftswohnungen. Insgesamt belastet das die Mieter und Eigentümer mit 200 Millionen Schilling jährlich. ****

Der Entfall der Gebührenbefreiung bei der Aufnahme eines Bauspardarlehens kostetet den Darlehensnehmern mindestens 150 Millionen Schilling pro Jahr mehr, kritisiert Tumpel. Betroffen sind bis zu 30.000 Bausparkassen-Darlehensnehmer jährlich, die dieses Geld zur Wohnraumschaffung aufnehmen. So muss ein Darlehensnehmer, der ein Durchschnitts-Bausparkassendarlehen von 700.000 Schilling aufnimmt, eine zusätzliche Gebühr von 8.500 Schilling zahlen, sagt Tumpel.

Auch Genossenschaften mussten bisher keine Grundbucheintragungsgebühr bezahlen, um die Grundkostenbelastungen für die Mieter und Eigentümer bei geförderten Genossenschaftswohnungen nicht zu verteuern. Künftig müssen Genossenschaften dafür ein Prozent des Kaufpreises bezahlen. Für eine 80 m²-Wohnung in Wien werden sie eine einmalige Gebühr von 2.400 Schilling zahlen müssen. So sieht es das neue Budgetbegleitgesetz vor, das heute, Montag, den Ministerrat passiert.

Neu errichtete Genossenschaftswohnungen werden für Mieter und Eigentümer wieder teuer, kritisiert AK-Präsident Herbert Tumpel. Die jährliche Gebührenbelastung für neue Mieter und Eigentümer beträgt österreichweit rund 50 Millionen Schilling. Besonders betroffen sind die Wiener Mieter auf Grund der hohen Grundstückspreise.

Auch das am vorigen Freitag von der Regierung präsentierte Wohnungsprogramm, das als Verbesserung verkauft wurde, ist ein einziges Belastungspaket auf Kosten der Mieter, beanstandet Tumpel erneut. Statt billiger wird Wohnen teurer werden, warnt Tumpel. Den Schwächeren am Wohnungsmarkt, nämlich den Mietern, wird Schutz und Sicherheit genommen - die Hauseigentümer bekommen Milliarden mehr.

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