Tschetschenien: Hilfe ist möglich!

Augenzeugenbericht von Caritasmitarbeitern

Wien (OTS) - Felicitas Filip und Georghe Zudik, österreichische Caritasmitarbeiter, sind soeben von einer Erkundungsmission aus Inguschetien und Tschetschenien zurückgekehrt. "Das waren die schlimmsten Eindrücke meines Lebens," berichtet Felicitas Filip. "Tausende Kinder in Tschetschenien und Inguschetien sind mit ihren Müttern in Eisenbahnwaggons eingepfercht: ohne Wasser, ohne Essen, krank. Die meisten haben die Ruhr und viele sind schon an offener TBC erkrankt. Sie leiden unter Parasiten und sind der Kälte schutzlos ausgelierfert." Trotz der "Bilder die ich nie vergessen werde" habe sie "Wunder an Menschlichkeit" erlebt. "Stellen Sie sich vor: ein Volk von 400 000 Menschen, selbst bitterarm, hat 280 000 Flüchtlinge aufgenommen." Ihre Botschaft: "Sagen Sie den Menschen in Österreich, wie es uns geht. Und bringen Sie uns rasch Hilfe! Unsere Kinder sterben." Georghe Zudik berichtet: "Die Lage ist wesentlich schlimmer als im Kosovo. Es ist unfassbar, daß in Europa Menschen unter diesen Umständen vegetieren. Dabei ist Hilfe möglich! Wir können mit Unterstützung von österreichischer Botschaft, russischen und inguschetischen Behörden ins Krisengebiet kommen und helfen. Unsere tschechische Partnerorganisation bringt jede Woche 80 Tonnen Hilfsgüter zu den Notleidenden in Tschetschenien. Ich bitte alle, die helfen können, die Flüchtlinge nicht im Stich zu lassen."

Caritaspräsident Franz Küberl stellte der Presse die Caritas-Aktion "Helft Tschetschenien" vor. Die Hilfe soll sich auf jene über 200 000 Flüchtlinge konzentrieren, die nicht in Lagern versorgt werden. Sie hausen in notdürftigen Unterkünften wie Schweineställen, aufgelassenen Fabriken, Eisenbahnwaggons und bei Gastfamilien. Für sie will die Caritas Lebensmittel, Hygieneartikel, sanitäre Einrichtungen und Medikamente bereitstellen. "Wenn die Österreicher uns großzügig unterstützen, können wir 10 000 Kinder mit Babynahrung und Milch versorgen."

"Helft Tschetschenien" PSK 7 700 004, BLZ 60 000

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