Sichrovsky: Inflationärer Mißbrauch des Vorwurfs des "Antisemitismus"

Massenmord an Juden wird für parteipolitische Propaganda reduziert

Wien, 2000-03-20 (fpd) Der freiheitliche EU-Abgeordnete Mag. Peter Sichrovsky kritisierte heute den inflationären Mißbrauch des Vorwurfs des "Antisemitismus" in politischen Auseinandersetzungen, das letzten Endes nur eine Mißachtung der Opfer bedeute.****

"Die Benutzung angeblich 'antisemitischer Klischees' werden dann immer als ein besonders verwerfliches Verhalten angeprangert, wenn ein eindeutig judenfeindliche nicht nachweisbar ist und auch nicht zutrifft. Ausdrücke wie
'Idiot' oder ''geldgierig' werden plötzlich zu gefährlichen, diskriminierenden Ausdrücken, die sich gegen Juden wenden.
Auch der Vorwurf, man würde Antisemitismus hervorrufen, aber selbst kein Antisemit sein, gehört in das Repertoire jener, die den millionenfachen Tod der Juden während des Nationalsozialismus für parteipolitische Propaganda
mißbrauchen, um sich an die eine Seite in der Parteienlandschaft anzulehnen und sich von der anderen zu entfernen", sagte der Abgeordnete.

Sichrovsky erinnerte an die Definition des ehemaligen Vorsitzenden des Zentralrates der Juden in Deutschland, Ignatz Bubis, der immer Antisemitismus so beschrieb:
Wenn einer Idiot zu ihm sage, meinte Bubis, so könne er damit leben. Sage jedoch einer 'jüdischer Idiot', dann werde er sich das sicherlich nicht gefallen lassen. Sogenannte 'jüdische Klischees', die angeblich ein bestimmtes Verhalten der Juden erfassen, beschreiben höchstens - laut Bubis - die antisemtischen Phantasien jener, die über diese 'Klischees' erschüttert seien.

Man solle endlich den Antisemitismus dort bekämpfen, wo er in der Tat eine aktuelle Gefährdung der Juden bedeute und dieses mörderische Verhalten nicht so leichtfertig als Vorwurf in einer politischen Auseinandersetzung benutzen, meinte der EU-Abgeordnete abschließend. (Schluß)

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