Menschenrechtsfall U Win Tin: Klestil unterstützt VÖZ-Vorstoß

Wien (OTS) - Zur besorgniserregenden Menschenrechtssituation in Myanmar und zum erschütternden Fall des ehemaligen Zeitungsherausgebers und Aktivisten der "Nationalen Liga für Demokratie" U Win Tin, betonte Bundespräsident Thomas Klestil in einem Antwortschreiben an den Verband Österreichischer Zeitungen (VÖZ), dass sich Österreich für die Einbeziehung von U Win Tin in künftige EU-Demarchen über individuelle Fälle einsetzen werde.

Der VÖZ hatte zuletzt an den Staats- und Regierungschef der Union Myanmar, General Than Shwe appelliert, U Win Tin aus seiner Haft zu entlassen und ihm raschest eine überlebensnotwendige medizinische Behandlung zu ermöglichen. Gleichzeitig hat der VÖZ Bundespräsident Thomas Klestil sowie die Bundesregierung ersucht, sich des Falles anzunehmen und im Bereich ihrer Möglichkeiten auf die Union Myanmar einzuwirken, U Win Tin umgehend freizulassen.

Klestil wies außerdem darauf hin, dass "sich Österreich in zahlreichen internationalen Gremien sehr intensiv für eine Verbesserung der Menschenrechtslage in Myanmar einsetzt und dabei auch alle diesbezüglichen Instrumente konsequent ausnützt. So unterstützen wir alljährlich die im Rahmen der Generalversammlung und der Menschenrechtskommission der Vereinten Nationen erarbeiteten Resolutionen über Myanmar, in denen die verbreiteten und schwerwiegenden Menschenrechtsverletzungen in diesem Land verurteilt werden.- Auch auf die massive Repression gegen die "Nationale Liga für Demokratie", die aus den Wahlen vom Mai 1990 als klarer Sieger hervorgegangen ist und der auch U Win Tin angehört, werde mehrfach Bezug genommen.

"Österreich wird sich auch bei der bevorstehenden 56. Tagung der UNO-Menschenrechtskommission um eine breite Thematisierung dieser Problematik bemühen", versicherte der Bundespräsident. Außerdem beteilige sich Österreich im Rahmen der EU sehr aktiv an deren Anstrengungen, eine Verbesserung der Situation herbeizuführen und Myanmar zu einer Änderung seiner repressiven Politik zu bewegen sowie insbesondere auf die Freilassung der etwa 1400 politischen Gefan-genen, darunter zahlreicher Mitglieder der "Nationalen Liga für Demokratie" hinzuwirken.

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