FORMAT: EVN, Wiener Stadtwerke und Tiwag planen Übernahme des Bundesanteils am Verbund.

Finanzierung des Deals gesichert, Angebot an Wirtschaftsminister Martin Bartenstein

Wien (OTS) - Das Syndikat von EVN, Wiener Stadtwerke und Tiwag,
das derzeit 27 Prozent der Anteile am Österreichs größten Stromunternehmen Verbund hält, plant laut der am Montag erscheinenden Ausgabe des Nachrichtenmagazins FORMAT die Mehrheitsübernahme am Verbund-Konzern. Die Vorstände des Syndikats hatten diesbezüglich am 8. März einen geheimen Termin bei Wirtschaftsminister Martin Bartenstein.

Bartenstein, der - wie sein Vertreter in der Verbund Hauptversammlung bereits sagte - den 51-Prozent-Bundesanteil abgeben will, war nicht grundsätzlich abgeneigt, wollte aber die Verhandlungen des Verbund zur Energie-Austria-Fusion abwarten. Die Strommanager geben sich offiziell noch bedeckt. Gegenüber FORMAT bestätigt Wiener Stadtwerke-Generaldirektor Karl Skyba allerdings die strategischen Pläne: "Es ist keine abwegige Idee, daß wir die Bundesanteile am Verbund übernehmen,",so Skyba: "Aber beschlossen ist es noch nicht.” Die EVN sieht es ähnlich. "Wir haben unsere Beteiligung am Verbund immer als Schlüssel für die große österreichische Energielösung betrachtet”, sagt EVN-Generaldirektor Rudolf Gruber zum FORMAT.

Die drei Unternehmen haben ihre Kriegskassen schon gefüllt. Die Tiwag und die Wiener Stadtwerke haben bei ihren Aufsichtsräten bereits das Pouvoir für ein Aqkuisitionsbudget von jeweils einer Milliarde Euro sondiert, die EVN hat sich laut FORMAT einen Anleihenrahmen in gleicher Höhe gesichert. Zusammen satte 41 Milliarden Schilling.

Obwohl die Verbund-Hauptversammlung am vergangenen Donnerstag glatt über die Bühne lief, stehen die Zeichen bei der geplanten Fusion von Verbund,

der Energie AG Oberösterreich und der steirischen EStAG auf Sturm. Vor allem die Haltung des EStAG-Minderheitsaktionärs Electricite de France (EdF), die gleichen Rechte im neuen Unternehmen auszuüben, wie bei der Tochter EstAG, stößt auf Widerstand. Nur ist die Zustimmung der EdF Voraussetzung für die Verschmelzung der drei Unternehmen. "Die Franzosen müssen sich innerhalb der nächsten zehn Tage entscheiden. Angesichts der Übernahmegelüste des EVN-Syndikats am Verbund, müssen wir den Sack jetzt zumachen.”, sagt Energie AG-Oberösterreich-Generaldirektor Leopold Windtner zum Nachrichtenmagazin.

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