Neue "KÄRNTNER TAGESZEITUNG" Semmering

Klagenfurt - Ein Satz wie ein Dolchstoß: "Jetzt ist Schluss mit lustig. Österreich hat eine neue Regierung." Derart unlustig ergriff FP-Nationalratspräsident Thomas Prinzhorn im Hohen Haus das Wort, um kurz, prägnant und unmissverständlich klar zu machen: In Österreich rollt die totale Privatisierungswelle - koste es, was und wie viele Arbeitsplätze sie wolle. Hauptsache, sie rollt...
Weshalb mir exakt diese "Wortspende" durch den Kopf schoss, als am Freitag Infrastrukturminister Michael Schmid der 20(!) Jahre dauernden Semmering-Debatte einen Schlusspunkt verpasste? Vielleicht, weil er es lächelnd tat? Vielleicht, weil es mit gewisser Erleichterung geschah - auch wenn er fuchsschlau nicht verabsäumte, den "Blockierer" Erwin Pröll "abzumahnen"? Wie auch immer. Tatsache bleibt, dass der Süden Österreichs des Lachens verlustig wurde. Selbst jene, von Schmid selbstherrlich(?) versprochenen, Milliardenzuckerln für diverse Straßenbauten zeigten sich nicht dazu angetan, über den Ernst der "Kapitulation" hinwegzutäuschen.
Eine Kapitulation, die im Klartext gesprochen nichts anderes bedeutet als: Österreich wird die infrastrukturellen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts auf der alpinen Schmalspurstrecke des seligen Ritter Ghega entgegenehmen. Auf einer Eisenbahnstrecke, die jüngst zum Weltkulturerbe erhoben wurde. Auf einer Bahnstrecke von historischem Rang also. Mit Antike-Wert. Persönliches Aha-Erlebnis: Wahrscheinlich war das der Grund, weshalb mir Prinzhorns Aussage von "Vorbei mit lustig" eingefallen ist...

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