ARBÖ: Bewusstseinsbildungskampagne für mehr Verkehrssicherheit

Gebrochene Versprechen

Salzburg (ARBÖ) - Wahlversprechen werden auch in der Frage des Punkteführerscheins nicht gehalten. Hatte die FPÖ vor der Wahl derartige Pläne abgelehnt, so ist für Infrastrukturminister Michael Schmid jetzt dessen Einführung vorstellbar. ARBÖ-Präsident Dr. Schachter: "Bisher waren Vertreter der FPÖ und ÖVP auch gegen die Einführung des Punkteführerscheins und hatten sich der Argumentation des ARBÖ bedient. Wenn auch das Kuratorium für Verkehrssicherheit noch immer vermeint, der Punkteführerschein wäre eine geeignete Maßnahme, so bleiben hier der Widerstand und die Bedenken des ARBÖ aufrecht."

Die Argumente des ARBÖ gegen den Punkteführerschein liegen am Tisch: Bevor man neue gesetzliche Bestimmungen einführt, ist es zweckmäßig, die bestehenden gesetzlichen Bestimmungen entsprechend anzuwenden. Die Befürworter des Punkteführerscheins vertrauen auf die Präventivwirkung. Aber auch in Deutschland wird die Präventivwirkung des Punktesystems bezweifelt. Eine ARBÖ-Umfrage hat ergeben, dass auch eine Einführung eines Punkteführerscheins, das Fahrverhalten der überwiegenden Mehrheit der
Verkehrsteilnehmer nicht ändern wird. Die Einführung des Punkteführerscheins ist daher entbehrlich.

Mehr Bewusstseinsbildung

Nach Ansicht des ARBÖ kann nur durch eine ständige Verkehrserziehung und selbstverständlich auch Überwachung, die Verkehrssicherheit in Österreich angehoben werden. Alibihandlungen des Gesetzgebers dienen nicht der Verkehrssicherheit und sind
daher abzulehnen.

ARBÖ-Präsident Dr. Schachter: "Zu Recht fordert auch der ARBÖ die Abhaltung eines österreichischen Verkehrssicherheitstages, um in der Öffentlichkeit eine Bewusstseinsbildung immer wieder neu zu entfachen und somit die Sicherheit auf unseren Straßen zum "obersten Gebot" zu machen. Bund, Länder, Gemeinden und Medien
sind aufgefordert gemeinsam mit dem ARBÖ hier für mehr Sicherheit auf Österreichs Straßen zu werben und die Zahl der Verkehrstoten und Verletzten zu senken. Unterschiedliche Auffassungen sollen jedoch nicht dazu führen, das gemeinsame Ziele - mehr Sicherheit auf Österreichs Straßen zu bewirken - aus den Augen zu verlieren."

Gurtanlegemoral steigern

Die Verkehrsunfallbilanz 1999 hat gezeigt, dass eine Vielzahl
an Menschen noch leben könnten, wenn sie den Sicherheitsgurt verwendet hätten. 50,7 Prozent von den 614 tödlich verunglückten Pkw-Insassen waren ungesichert unterwegs.

ARBÖ-Präsident Dr. Schachter fordert daher eine österreichweite Bewusstseinskampagne: "Anstelle für die Einführung des Punkteführerscheins zu werben, sind das Kuratorium für Verkehrssicherheit und alle anderen Interessensvertretungen aufgerufen, gemeinsam mit dem ARBÖ dafür einzutreten, bewusstseinsbildend die Gurtanlegemoral zu intensivieren. Auch hinsichtlich Alkohol am Steuer bedarf es einer intensiven Überzeugungsarbeit."

Der ARBÖ wird auch in Zukunft alle Maßnahmen unterstützen, welche die Verkehrsteilnehmer motivieren, vernünftig und verantwortungsbewusst zu handeln, damit die Sicherheit der
Menschen in Österreich gewährleistet ist.

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