Dirnberger fordert kämpferische AK-NÖ

Wahlkampfauftakt des NÖ-AAB mit 200 Kandidaten

Wien (OTS) - "Die AK in Niederösterreich braucht neuen Schwung um eine durchschlagskräftige Arbeitnehmervertretung zu sein. Das ist nur möglich, wenn die absolute Mehrheit der SP-Gewerkschafter gebrochen wird.", Das sagte heute der AK-Vizepräsident Alfred Dirnberger anlässlich des Wahlkampfauftaktes der ÖAAB-FCG-Fraktion. 220 Kandidaten waren zu der Veranstaltung nach St. Pölten ins haus 2.1 gekommen.

"Die SP-Gewerkschafter sind jetzt sehr laut gegen die Pläne der Bundesregierung, aber nur weil ihr kein Sozialdemokrat angehört. Ich habe nie einen Unterschied gemacht, wenn es galt, Belastungen der Arbeitnehmer aufzuzeigen und dagegen vorzugehen", betonte Dirnberger. Bei den Protesten gegen die überhöhten Benzinpreise habe er sehr wohl gleichermaßen Kritik an der Untätigkeit von Wirtschaftsminister Farnleitner und Finanzminister Edlinger und dessen Staatssekretär Ruttensdorfer geübt. Derartige Objektivität vermisse er bei den SP-Gewerkschaftern.

- Rucksackmodell bei der Abfertigung. Die Arbeitnehmer sollen bei Selbstkündigung ihren Anspruch auf Abfertigung zum nächsten Arbeitgeber mitnehmen können. Bei Kündigung kann die Abfertigung wie bisher ausbezahlt werden. Am Ende des Erwerbslebens steht die Wahlfreiheit zwischen Auszahlung des gesamten Betrages oder Verwendung als Zusatzpension.

- Endlich faire Treibstoffpreise, die vor allem die Berufspendler nicht unnötig belasten. Die Preise für Benzin und Diesel liegen in Österreich weit über EU-Niveau. Da es keinen funktionierenden Markt gibt, muss der dazu per Gesetz bemächtigte Wirtschaftsminister eingreifen.

- Die ärztliche Versorgung in Niederösterreich muss verbessert werden. Es fehlt an Fachärzten mit Kassenverträgen. Noch immer sind monatelange Wartezeiten auf einen Termin beim Facharzt auf Grund der Blockade der Ärztekammer für zusätzliche Fachärzte gegeben. Dirnberger lehnt Selbstbehalte für Patienten ab. Da würden Kranke bestraft.

- Die Situation der Verkäuferinnen muss verbessert werden. Die zuständige Gewerkschaft hat hier bei Arbeitszeiten und Bezahlung seit Jahren kläglich versagt.

Die AK hat sich kämpferisch dieser und anderer Themen anzunehmen. Statt dessen verweigern die SP-Gewerkschafter aber Verhandlungen mit der Regierung. "Sich ins Schmollwinkerl zurückzuziehen, weil Gusenbauer und Co. der Regierung nicht angehören, ist nicht akzeptabel, da das auf Kosten der Arbeitnehmer geht" kritisiert Dirnberger den SP-Schlachtruf "Keine Verhandlungen mit dieser Regierung" . Nur in Verhandlungen sind einseitige Belastungen der Arbeitnehmer zu verhindern, sagt AK-Vizepräsident Alfred Dirnberger.

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Alfred Dirnberger, Tel. 0664-2009448
(Schluss)

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | AKD/OTS