VP-Pfeiffer: Stadthalle zeigte erschütterndes Unternehmensbild

Rechnungshofbericht deckt Vielzahl von Mängeln auf

Wien (VP-Klub): Der Tätigkeitsbericht des Rechnungshofes stand am Freitag auf der Tagesordnung des Wiener Gemeinderates. Gegenstand von Überprüfungen war unter anderen die Wiener Stadthalle Betriebs- und VeranstaltungsgesmbH im Zeitraum 1992-1998. Das Zeugnis, das der Stadthalle dabei ausgestellt wurde, ist freilich vernichtend. Pfeiffer: "Ich habe in den neun Jahren meiner politischen Tätigkeit als Gemeinderat und Landtagsabgeordneter habe noch kein so erschütterndes Bild betriebswirtschaftlichen Versagens gesehen!"*****

Die Wiener Holding erhielt von der Stadt Wien für die Stadthalle von 1978 bis 1998 Finanzmittel in Höhe von 1,3 Mrd. S. Dieser garantierte Mittelzufluss habe, so der Bericht, im Laufe der Zeit zu starren Entscheidungsstrukturen geführt. Pfeiffer: "Wer die üblicherweise zurückhaltende Ausdrucksweise in Rechnungshofberichten kennt, muss von den klaren Worten, die er in diesem Fall findet, betroffen sein. Kein Unternehmenskonzept, keine Umsetzungspläne, keine differenzierte Vorauskalkulation, keine vollständige Kostenrechnung, kein Personalinformationssystem und kein Schulungskonzept - um nur die wichtigsten Kritikpunkte zu nennen."

Als symptomatisch bezeichnete Pfeiffer in diesem Zusammenhang den Einstieg der Stadthalle in den Geschäftsbereich Multiplexkinos. Der Syndikatsvertrag, den Stadthalle und Wiener Holding 1992 mit einem großen Filmverleiher vereinbart hatten, habe, so der Bericht, "wohl keine Vorteile" gebracht, stattdessen aber die marktwirtschaftliche Vormachtstellung des Filmverleihers gestärkt. Der Rechnungshof bemängelte, dass der Einstieg in den Geschäftsbereich Multplexkinos ohne ausreichende Markt- und Ertragsbeurteilung erfolgt war. Darüberhinaus konkurrenziere die Stadthalle damit ihre traditionellen Kinobetriebe selbst und schmälere deren Weiterführungschancen.

Gemeinderat Gerhard Pfeiffer fordert nun ein "besseres System zur Überwachung von Subventionen, eine Null-Budgetierung anstelle einer Fortschreibung." Von der im Jahr 1999 erfolgten Neubesetzung der Positionen der Geschäftsfüherer verspricht Pfeiffer sich "neue Impulse".

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