Immobilientreuhänder warnen vor Pfusch beim Mietrecht

Steller: "Was derzeit an Reformplänen herumschwirrt, wurde nicht mit Praktikern diskutiert"

Wien (PWK) - Die Immobilientreuhänder begrüßen grundsätzlich jede Reform im Mietrecht, warnen jedoch eindringlich vor einem "Husch-Pfusch". "Was derzeit an Reformplänen herumschwirrt, wurde nicht mit Praktikern diskutiert. Ob die gewünschte Wirkung eintritt, ist eher fraglich", sagt Gerhard Steller, Bundesinnungsmeister der Immobilien- und Vermögenstreuhänder.

So würde beispielsweise ein hoher genereller Abschlag von 25 Prozent bei befristeten Mieten die Chancen auf langfristige Mietverhältnisse erheblich einschränken. Auch die geplante Abrechnung der Betriebskosten über eine Ö-Norm beurteilt Steller eher kritisch. "Sollte tatsächlich die Ö-Norm 4000 dafür angewendet werden, dann muss sie vorher gründlich überarbeitet werden, damit sie auch in der Praxis angewendet werden kann", ist Steller überzeugt. Mit der geplanten Aufhebung des Friedenszinses werde zwar ein Relikt aus dem letzten Jahrtausends endgültig beseitigt, trotzdem bleibt Steller bei den übrigen Maßnahmen eher skeptisch. Die letzte Wohnrechtsnovelle ist teilweise erst heuer am 1.1. in Kraft getreten. Das Justizministerium plant gemeinsam mit den Interessenvertretungen eine umfassende Reform des Wohnrechts. Wenn keine politischen Gründe im Vordergrund stehen, wäre es sinnvoller, die angesprochenen Maßnahmen dort gründlich zu diskutieren und erst dann in die Reform hineinzupacken, schloss Steller. (MH)

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