Ökomanager 2000: "Weniger Bürokratie - Mehr Umweltschutz"

Wirtschaftskammer bringt wieder einen "Schneeball" ins Rollen -Maderthaner: Bürokratieabbau ein Hauptanliegen der WKÖ

Wien (PWK) - Die Wirtschaftskammer Österreich hat es sich zum Ziel gesetzt, dem Amtsschimmel die Zügel anzulegen. Dies gilt nicht zuletzt für den Bereich des Umweltschutzes, wo sich Österreich mit einer wahren Gesetzesflut konfrontiert sieht. Die Bewältigung der neuen Bestimmungen verursacht enorme personelle und finanzielle Kosten.

In Fortsetzung ihres erfolgreichen, 1997 gestarteten "Amtsmanager"-Bewerbes, bei dem die "schnellsten Beamten und Behörden Österreichs" ausgezeichnet wurden, hat die WKÖ in diesem Jahr unter dem Motto "Weniger Bürokratie - Mehr Umweltschutz" die Aktion "Ökomanager" ins Leben gerufen. "Damit gehen wir nun einen Schritt weiter und bringen wieder einen Schneeball ins Rollen. Die ersten Preisträger stellen eindrucksvoll unter Beweis, dass das Abmagern von Bürokratie und die Stärkung des Umweltschutzes Hand in Hand gehen können", stellte Präsident Leopold Maderthaner Donnerstag Abend anlässlich der Preisverleihung zum "Ökomanager 2000" im Haus der Wirtschaft fest.

Es wurden zwei Hauptpreise vergeben: an das Team Dr. Hans Schuller/Dipl.Ing. Hartwig Wetschko/Ing. Josef Schnabl/Dipl.Ing. Herwig Pichler/Dipl.Ing. Gerd Freunschlag von der BH St. Veit a.d. Glan für das Projekt "Sinnvolle Nutzung von vorhandenen Sendemasten" sowie an Dipl.Ing. Dr. Franz Schabkar vom Amt der Steiermärkischen Landesregierung für das Projakt "Kfz-Genehmigungen in kürzester Zeit und mit höchstem Service". 13 weitere interessante Projekte erhielten Anerkennungspreise. Die Beurteilung der Einreichungen erfolgte durch eine hochkarätige Expertenjury unter Vorsitz von Univ.Prof. DDr. Walter Barfuß.

Wie der Leiter der Umweltpolitischen Abteilung der WKÖ und Initiator des Ökomanager-Bewerbes, Doz. Stephan Schwarzer, sagte, wurden die Preise in den beiden Kategorien "Legistik" und "Vollzug" verliehen. In der Kategorie Legistik wurden Vorschläge ausgezeichnet, die den Abbau der Bürokratie durch Verbesserung und Zurücknahme von Vorschriften beinhalten. "Dabei geht es nicht einfach um das ´Killen" von Vorschriften, sondern darum, diese stimmig und konsistent zu machen", erklärte Schwarzer. Ein besonders weites Betätigungsfeld für den Bürokratieabbau sei das Anlagenrecht - hier könne man sich des Eindrucks nicht erwehren, dass die Bürokratie trotz aller erzielten Erfolge wieder nachwächst. Dieser Vorwurf richte sich an den Gesetzgeber. Umso wichtiger seien daher alle Projekte, die sich Gedanken darüber machen, wie man dies verhindern kann.

Insgesamt wurden 70 Projekte eingereicht. Ein Preis im Spitzenfeld wurde, zusätzlich zum Hauptpreis, der Kärntner Landesregierung zuerkannt. Die Steiermark wurde für drei weitere Projekte ausgezeichnet. Zwei davon bieten bestes Service via Internet, das dritte Projekt stellt eine Maßnahme zur Konfliktvermeidung durch eine vorrausschauende Prüfung von Gewerbegebieten dar. Ein weiteres ausgezeichnetes Projekt, ein Internetservice mit dem Namen Insolvenzdatei kommt aus dem Justizministerium. Erstmals ist damit auch ein Ministerium unter den Preisträgern zu finden. (hp)

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