Wiener VP sieht Kindergärten als Bildungseinrichtung

VP-Strobl kann sich kostenloses letztes Kindergartenjahr vorstellen

Wien (ÖVP-Klub) Die Aufgaben und Selbstdefinition der Kindergärten skizzierte heute VP-Gemeinderat Walter STROBL vor dem Wiener Gemeinderat. "Ein Kindergarten ist vor allem in der letzten Phase auch eine wichtige Bidungseinrichtung", so STROBL. Der VP-Politiker kann sich daher auch die Finanzierung eines kostenlosen letzten Kindergartenjahrs vorstellen.***

Derzeit gibt es in Wien etwa 96.000 Kinder im Alter bis zu sechs Jahren. Davon werden ca. 21.000 in städtischen, rund 18.000 in privaten und weitere in Betriebskindergärten oder von Tagesmüttern betreut. "Für die ÖVP liegt die beste Form der Betreuung von Kindern bis zu drei Jahren nach wie vor in der Familie", stellte STROBL klar. Einer generellen Gratis-Betreuung für Kinder erteilte STROBL eine Absage. "Das ist nicht nur nicht notwendig, sondern derzeit einfach auch unfinanzierbar." Eine soziale Staffelung der Kosten sei ausreichend und helfe den einkommensschwächeren Familien. Auch wäre eine vollständige Kostenlosigkeit in Zeiten der allgemeinen Notwendigkeit ausgabenseitigen Sparens ein falsches Zeichen.

Differenziert sieht STROBL die Aufgabe und Möglichkeit der vorschulischen Erziehung im Kindergarten. "Dem Kindergarten alle Integrationsaufgaben der Schuleingangsphase aufzubürden, ist problematisch und funktioniert auch kaum", weiß STROBL. "Der Ausbau des letzten Kindergartenjahres zu einer Vorschuleinrichtung mit dem integrativen Schwerpunkt der Sprachförderung - vor allem für Ausländer - ist aber sicher ein Zukunftsmodell." In Holland und Dänemark habe sich dieses Modell ganz ausgezeichnet bewährt.

Für die ÖVP sei es daher denkbar, daß das letzte Kindergartenjahr (vom 5. Bis zum 6. Lebensjahr) kostenlos angeboten wird. Darüber hinaus sollten für dieses Lebensjahr Schwerpunkt-Kindergärten zur Sprachförderung von ausländischen Kindern eingerichtet werden. "Das wäre auch ein wichtiger politischer Schritt zu einer effizienten Sprachintegration von Ausländern und würde auch die Schulen massiv entlasten." STROBL kündigte Gespräche mit dem Koalitionspartner SPÖ in dieser Frage in den nächsten Wochen an.

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