- 17.03.2000, 12:21:49
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Wiener VP sieht Kindergärten als Bildungseinrichtung=
VP-Strobl kann sich kostenloses letztes Kindergartenjahr vorstellen
Wien (ÖVP-Klub) Die Aufgaben und Selbstdefinition der Kindergärten
skizzierte heute VP-Gemeinderat Walter STROBL vor dem Wiener
Gemeinderat. "Ein Kindergarten ist vor allem in der letzten Phase
auch eine wichtige Bidungseinrichtung", so STROBL. Der VP-Politiker
kann sich daher auch die Finanzierung eines kostenlosen letzten
Kindergartenjahrs vorstellen.***
Derzeit gibt es in Wien etwa 96.000 Kinder im Alter bis zu sechs
Jahren. Davon werden ca. 21.000 in städtischen, rund 18.000 in
privaten und weitere in Betriebskindergärten oder von Tagesmüttern
betreut. "Für die ÖVP liegt die beste Form der Betreuung von Kindern
bis zu drei Jahren nach wie vor in der Familie", stellte STROBL klar.
Einer generellen Gratis-Betreuung für Kinder erteilte STROBL eine
Absage. "Das ist nicht nur nicht notwendig, sondern derzeit einfach
auch unfinanzierbar." Eine soziale Staffelung der Kosten sei
ausreichend und helfe den einkommensschwächeren Familien. Auch wäre
eine vollständige Kostenlosigkeit in Zeiten der allgemeinen
Notwendigkeit ausgabenseitigen Sparens ein falsches Zeichen.
Differenziert sieht STROBL die Aufgabe und Möglichkeit der
vorschulischen Erziehung im Kindergarten. "Dem Kindergarten alle
Integrationsaufgaben der Schuleingangsphase aufzubürden, ist
problematisch und funktioniert auch kaum", weiß STROBL. "Der Ausbau
des letzten Kindergartenjahres zu einer Vorschuleinrichtung mit dem
integrativen Schwerpunkt der Sprachförderung - vor allem für
Ausländer - ist aber sicher ein Zukunftsmodell." In Holland und
Dänemark habe sich dieses Modell ganz ausgezeichnet bewährt.
Für die ÖVP sei es daher denkbar, daß das letzte Kindergartenjahr
(vom 5. Bis zum 6. Lebensjahr) kostenlos angeboten wird. Darüber
hinaus sollten für dieses Lebensjahr Schwerpunkt-Kindergärten zur
Sprachförderung von ausländischen Kindern eingerichtet werden. "Das
wäre auch ein wichtiger politischer Schritt zu einer effizienten
Sprachintegration von Ausländern und würde auch die Schulen massiv
entlasten." STROBL kündigte Gespräche mit dem Koalitionspartner SPÖ
in dieser Frage in den nächsten Wochen an.
Rückfragehinweis: ÖVP-Klub der Bundeshauptstadt Wien
Daniel KOSAK (Pressesprecher)
Tel.: (01) 4000 / 81 915
Fax: (01) 4000 / 99 819 15
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