VP-Lakatha zu Gratis-Kinderbetreuung: FPÖ agiert mit falschen Zahlen

Gratis-Kinderbetreuung würde mehrere Milliarden kosten

Wien (ÖVP-Klub) Mit völlig falschen Zahlen und viel zu niedrig angesetzten Schätzung für die Kosten flächendeckender Gratis-Kinderbetreuung agieren die Wiener Freiheitlichen. Dies stellte heute VP-Familiensprecherin GR Ingrid LAKATHA in ihrer Rede vorm Wiener Gemeinderat fest. "Die flächendeckende Gratis-Betreuung kostet nicht 400 Millionen Schilling, sondern mehrere Milliarden", so LAKATHA.***

Die Wiener FP fordert die kostenlose Betreuung von nicht schulpflichtigen Kindern und veranschlagt die Kosten dafür mit 400 Millionen Schilling jährlich. "Allein die für die städtische Kinderbetreuung vorgesehenen Mittel im Budgetvoranschlag 2000 betragen 3,1 Milliarden Schilling, dazu kommen Subventionen in Höhe von 600 Millionen an private Kinderbetreuungseinrichtungen", informiert LAKATHA. Bei einer Schaffung von kostenlosen Kindergartenplätzen für alle müssten zudem die Plätze in kirchlichen Kindergärten, gemeinnützigen Kindergärten, alternativen Kindergruppen und Tagesmüttern bezahlt werden. "Die freiheitliche Schätzung der Kosten ist also ins Reich der Utopie zu verweisen." LAKATHA riet den Wiener Freiheitlichen einen Blick in den aktuellen Budgetentwurf. "Die FPÖ kann dort nachlesen, daß allein die Personalkosten für die beschäftigten bei Gemeindekindergärten bei 2,1 Milliarden Schilling liegen."

"Wenn man uns seriöse Vorschläge macht, wie eine solche Forderung finanzierbar ist, dann sind wir sicherlich gesprächsbereit", so LAKATHA. "Bisher kann ich allerdings keine Seriosität in den Vorschlägen der Freiheitlichen erkennen." Die ÖVP trete vehement für hohe Qualitätsstandards in der Kinderbetreuung ein und "wir sind nicht bereit in dieser Hinsicht irgendwelche Abstriche zu machen". Die privaten Kindergarteneinrichtungen würden in höchstem Ausmaß repräsentieren und seien daher in alle diesbezüglichen Überlegungen einzubeziehen.

"Es kann und soll ja auch nicht die Aufgabe der Stadt sein sämtliche Sozialleistungen gratis anzubieten, da würde sicherlich die Qualität darunter leiden", so LAKATHA. Abschließend forderte LAKATHA im Namen der Wiener ÖVP die gleichwertige Unterstützung von privaten und städtischen Kinderbetreuungseinrichtungen.

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