Bonussystem: Borealis für mehr Gerechtigkeit

Wien (OTS) - Borealis, einer der führenden Hersteller von Kunststoffen in Europa und mit knapp acht Milliarden Schilling Umsatz im Jahr 1999 einer der größten Industriebetriebe Österreichs, sieht in der derzeit aufkeimenden Debatte über die Einrichtung eines Bonus-Malus-Systems im Sozialversicherungsbereich eine echte Chance, die Leistungsorientierung und damit verbesserte Wettbewerbsfähigkeit von Betrieben zu erhöhen. "So wie das Bonus-Malus-System im Bereich der Autoversicherer zu einer 'Umschichtung' von Beitragszahlungen geführt hat, und damit zu einer verbesserten Kostenwahrheit, könnte auch ein Anreizsystem für Firmen bei den Sozialversicherungsbeiträgen funktionieren", sagt Herbert Willerth, Vorstand der Borealis GmbH. Als Beispiel führt er an: "Wir haben im Zeitraum von 1987 bis 1999 die Anzahl von Arbeitsunfällen (LTAs pro Million Arbeitsstunden) um mehr als 90 Prozent (von 38 im Jahr 1987 auf 1,2 im Jahr 1999) gesenkt. Es wäre nur gerecht, wenn zumindest ein Teil der dafür investierten Mittel dem Unternehmen wieder zugute kommen."

Das gleiche wäre auch auf den Bereich der Krankenstände anzuwenden. Hier hat Borealis in den letzten 10 Jahren eine Reduktion von fast 50 Prozent (von 6 auf 3,4 Prozent) erreicht und damit eine wesentliche Einsparung der Sozialkosten ermöglicht.

Generell setzt Borealis auf die Eigenverantwortung ihrer Mitarbeiter. Das hat dazu geführt, dass in einigen Bereichen die immer wieder geforderte Gleichstellung von Arbeitern und Angestellten bereits verwirklicht ist. So können Arbeiter der Borealis bereits heute ohne ärztliche Bestätigung einen 3-tägigen Krankenstand in Anspruch nehmen.

Aus Sicht von Borealis kann langfristig nur Transparenz und Kostenwahrheit des Versicherungssystems dazu führen, Firmen zu verantwortungsvollem Handeln zu motivieren und damit Verbesserungen im Kostenbereich der Sozialversicherungsträger zu bewirken.

LTAs: Lost Time Accidents - sind ein international übliches Maß für die Anzahl an arbeitsbedingt verursachten Arbeitsunfällen pro Million geleisteter Arbeitsstunden, die zu mehr als einem Tag Arbeitsausfall des Mitarbeiters führen.

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