Kein "Krankjammern" der Lehrlingsausbildung!

WKÖ Bildungsexperte Piskaty stellt Studie der AK richtig

Wien (PWK) - Als "sinnlose Panikmache, die nur aus der bevorstehenden AK Wahl erklärlich ist" kommentiert der Gruppenleiter für Bildungspolitik der Wirtschaftskammer Österreich Dr. Georg Piskaty die heute von AK - Präsident Mag. Herbert Tumpel beklagte angebliche "schlechte" Situation der Lehrlinge in Österreich. Gerade die Lehrlingsausbildung ist nicht der Platz wo die Arbeiterkammer ihre "Rechnung" mit der Regierung begleicht und sich in parteipolitischen "Spielen" ergeht, so WKÖ-Experte Piskaty.

Präsident Tumpel missversteht bewusst das System der Lehrlingsausbildung, denn die Lehrlinge lernen durch die Arbeit, an der Arbeit, oder um es auf den Punkt zu bringen: "Learning by doing!" Es stimmt daher ganz einfach nicht, dass Lehrlinge von österreichischen Unternehmen schlecht ausgebildet werden.
Auch das von Tumpel lautstark postulierte Lehrstellenproblem existiert nicht! Das Gegenteil ist der Fall. Die Statistik der Wirtschaftskammer beweist, dass sich gegenüber dem Vorjahr 1852 Lehrlinge mehr in Ausbildung befinden und die Zahl der Ausbildungsstellen gestiegen ist, und, darauf weist Piskaty besonders hin, jeder Jugendliche der es wollte und konnte hat einen Lehrplatz bekommen.

Besonders erfreulich, so der Experte der Wirtschaftskammer Österreich, war der Zuwachs in den neu geschaffenen Berufen. Genau diese, in der Praxis erfolgreichen Lehrberufe, versuchte die Arbeiterkammer und die Gewerkschaft lange Zeit zu verhindern. Piskaty weist mit Nachdruck darauf hin, dass man sich des Eindrucks nicht erwehren könne, dass die AK dieser unsäglichen Tradition treu bliebe. Als Beispiel führt Piskaty die Art und Weise der Arbeiterkammer an, wie die Ausweitung der Lehrberufe als "einfache" Lehrberufe denunziert würden. Dabei schafft man dadurch gerade für weniger Begabte die Chance einen qualifizierteren Lehrberuf zu erlernen und so eine gesicherte Position in der Gesellschaft zu erreichen.

"Das ist eine wesentlich nachhaltigere Arbeitsplatzbeschaffung im Vergleich zu kurzfristigen Auffangnetzen, die weder der Wirtschaft noch den Jugendlichen in Österreich etwas bringen," so Experte Piskaty. Das Auffangnetz gehört grundlegend umstrukturiert und der Schwerpunkt auf die Schließung von schulischen Ausbildungslücken gelegt.

Piskaty weist darauf hin, dass das Ausbildungsnetz die Probleme nur von heute auf morgen verschiebt und enorm teuer ist, nämlich 900 Millionen für sage und schreibe 4000 Jugendliche. Nur gesunde Betriebe können gute Ausbildung gewährleisten, und natürlich ist die Wirtschaft an gut ausgebildeten Arbeitskräften interessiert. Im übrigen, so betont Piskaty kann man von einer Umfrage unter 400 Wiener Lehrlingen nicht auf die gesamte Wirtschaft schließen. (MW)

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