Vermutete Roseldorfer Keltensiedlung:

Großes Grabungsprojekt nimmt Gestalt an

St.Pölten (NLK) - Im Bereich Roseldorf und Platt im Bezirk Hollabrunn scheint es, wie Magnetfeldmessungen ergaben, eine riesige Keltenstadt gegeben zu haben. Der Weinviertler Verein "Forum Platt" bemüht sich um die Erforschung regionaler Geschichte und ging bereits im Vorjahr mit einem großen archäologischen Projekt an die Öffentlichkeit.

Nunmehr liegen genaue Kostenschätzungen über die notwendigen Grabungen vor. Sie stammen vom Naturhistorischen Museum (Prähistorische Abteilung), vom Münzkabinett des Kunsthistorischen Museums und vom Interdisziplinären Forschungsinstitut für Archäologie und gehen von einem Dreistufenplan aus. Die Grabungskampagne im ersten Jahr würde sechs Wochen Grabungen umfassen, im zweiten, dritten und vierten Jahr je acht Wochen Grabungen, im fünften Jahr sollen die Funde wissenschaftlich ausgewertet und publiziert werden. Als Gesamtkosten des "Projektes Sandberg-Roseldorf" werden 8,16 Millionen Schilling genannt, wovon 3,74 Millionen Schilling aus Eigenmitteln finanziert werden können. Die restlichen 4,42 Millionen sollten vom Land Niederösterreich und vom "Forum Platt" aufgebracht werden.

Rückenwind erhält das Projekt durch die Landesausstellung im Jahr 2005 mit dem Titel "Im Zeichen des Kreises - 7000 Jahre bäuerliche Kultur". In diese Ausstellung werden Grabungsergebnisse des gesamten Schmidatales mit einbezogen. Inzwischen vorliegende wissenschaftliche Ergebnisse aus Roseldorf wären eine große Bereicherung. Man könnte eine Siedlung vorstellen, die weder durch spätere Besiedlungen noch durch Straßenbau zerstört wurde.

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