Ökologisierung an den Landwirtschaftlichen Fachschulen

Schwerpunkte Pflanzen, Weinbau, Bodenerosion

St.Pölten (NLK) - Innovative Ökologisierungsmaßnahmen werden an 14 niederösterreichischen landwirtschaftlichen Fachschulen mit Lehr-und Versuchsbetrieben groß geschrieben: Schwerpunkte der Ökologisierung sind in erster Linie die Pflanzenproduktion, der Weinbau, die Grünlandbewirtschaftung und die Tierhaltung. "Im Pflanzenbau werden beispielsweise in Exaktversuchen verschiedene Düngeintensitäten und ihre Wirkung auf das Grundwasser untersucht. Bei der Bodenerosion werden verschiedene Bodenbearbeitungssysteme und Herbstgründecken getestet und ihre Wirkung auf Wassererosion untersucht. Neben dem Bodenabtrag werden auch die Abschwemmung von Phosphor, Stickstoff und Pestiziden gemessen", erläutert Dr. Josef Rosner von der Landwirtschaftlichen Koordinationsstelle für Bildung und Forschung in Tulln. Bei den Versuchen hätten sich Saatmethoden in Pflanzenrückständen als ökologisch sinnvoll erwiesen, die Umweltbelastung hätte um über 70 Prozent reduziert werden können. Wichtig sei dabei die reduzierte Bodenbearbeitung. Diese Anbaumethode werde bereits in vielen Ländern praktiziert. "Um weniger Spritzmitteleinsatz im Feldbau zu erreichen, wird ein Pestizidreduktionsprogramm geprüft, bei dem die Mengen um 30 bis 50 Prozent reduziert werden. Wir verwenden dafür einen Spritzbrühenzusatz von Zitronensäure, Bioölen und Netzmitteln", erklärt der Experte. Bei dieser Methode würden auch die ökonomischen Vorteile überwiegen. Im Weinbau forciere man die integrierte Produktion wie Dauerbegrünung der Weingärten, den Einsatz von Spritzmitteln nur bis zum Spätsommer oder Düngung nach Nährstoffentzug. In der Tierhaltung gelte das Hauptaugenmerk der Freilandhaltung von Zucht- und Mastschweinen. Rosner: "Bei unveränderten Leistungsdaten kann ein um 15 Prozent höherer Preis durch eine echte Qualitätsverbesserung erzielt werden. Die Stallbaukosten sind minimal, weil eine Erdhöhle oder ein Iglu genügen." Diese Form der Haltung sei allerdings nur eine Alternative. Alle Erkenntnisse der Versuche seien Bestandteil des Schul-Unterrichts und der Erwachsenenbildung.

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