Neue "KÄRNTNER TAGESZEITUNG" Politikergehalt

Klagenfurt - Eitle Zufriedenheit herrscht in der FPÖ über die Einkommensregelung für blaue Politiker. Warum eigentlich? Die Obergrenze wurde auf satte 66.000 Schilling netto angehoben, die Grauzonen bleiben. Denn es ist unerklärlich, warum bei einem Ministergehalt von über 200.000 Schilling brutto nur 80.000 Schilling netto auf dem Konto stehen. Diverse Abzüge und die Parteisteuer seien die Ursache, verteidigen sich die freiheitlichen Granden.
Eine Wischiwaschi-Partie, denn nach objektiven Berechnungen von Steuerberatern ergibt sich ein Nettogehalt von fast 100.000 Schilling zwölfmal pro Jahr, wenn man das 13. Und 14. Monatsgehalt sowie die Rückzahlung der Hälfte der Parteisteuer über das Finanzamt berücksichtigt. Stimmt diese Rechnung, und darauf kann man Eide schwören, müssten Grasser & Co. monatlich nicht 14.000, sondern vielmehr 34.000 Schilling in den ominösen Sozialfonds einzahlen, der geheimnisvoll wie Aladins Wunderlampe ist. Niemand weiß, ob tatsächlich Bedürftige davon profitieren oder ob die Gelder in andere Kanäle fließen. Ein österreichisches Unding ist die Parteisteuer, die den Mandataren aufgezwungen wird und sie in ein schiefes Licht rückt. Ein Wort zur Moral der Politikerbezüge. Und das gilt für alle Parteien: Dem Normalverbraucher ist es egal, ob mit 100.000, 80.000 oder 66.000 Schilling agiert und getäuschelt wird. Bei solch hohen Beträgen staunt der Laie. Der Durchschnittsösterreicher ist nämlich froh, wenn ihm am Letzten noch einige Schilling bleiben und das Gehaltskonto nicht restlos überzogen ist.

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