DER STANDARD bringt in seiner Donnerstag-Ausgabe einen Kommentar über die 66.000-Schilling-Grenze der FPÖ "stinknormale" FPÖ Katharina Krawagna-Pfeifer

Wien (OTS) - Die FPÖ ist auf dem Weg zur "stinknormalen" Partei. Dies allerdings nur in jenen Bereichen, die nicht gesellschaftspolitische Grundsatzfragen und somit die programmatische Ausrichtung betreffen, die Anlass der internationalen Besorgnis sind. Die Normalität der FPÖ beschränkt sich leider nur auf jene Bereiche, bei denen es darum geht, an die Futtertröge der Macht zu kommen und exakt das zu tun, was sie in den Zeiten der Opposition den damaligen Regierungspartnern so oft - und teilweise mit Recht - vorgeworfen hat: abkassieren, Jobs verteilen und Privilegien auszuschöpfen. Besonders gut nachvollziehbar ist dies anhand der unleidlichen Diskussion um die 60.000-Schilling-Einkommensgrenze für FPÖ-Politiker, die nun in Richtung 66.000 Schilling verschoben wurde. Schon seinerzeit war klar, dass alles letztlich auf eine Augenauswischerei hinausläuft. Wie sich jetzt herausstellt, versuchen nämlich auch FPÖ-Ministerinnen und -Minister - was ihr legitimes Recht ist - alle möglichen steuerlichen Vorteile auszunützen, um irgendwie auf die Summe zu kommen. Sozialministerin Elisabeth Sickl hat als Landesrätin die Kosten für die Verwaltung ihres Schlosses "Perle vom Gurktal" steuerlich geltend gemacht und folglich die blaue Einkommensmarke nicht überschritten. So betrachtet ist der ursprünglichen Haltung von Finanzminister Karl-Heinz Grasser, der schlicht eine leistungsgerechte Entlohnung für sich reklamiert hat, einiges abzugewinnen. Er hat wenigstens offen gesagt, was er will und worum es geht. In der Sitzung des letzten FPÖ-Parteivorstands, die erstmals die designierte Parteichefin Susanne Riess-Passer geleitet hat, wurde aber wieder einmal der populistische Wille des Noch-Parteichefs exekutiert.

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