Van der Bellen: Positive Bilanz seines Frankreichaufenthaltes

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Eine äußerst positive Zwischenbilanz zieht der Bundessprecher der Grünen, Prof. Alexander Van der Bellen, über seinen heutigen Besuch in Paris. "Ich habe volles Verständnis von französischer Seite dafür erwirkt, daß in Frankreich zwischen einem Boykott der Bundesregierung und Österreich als Land unterschieden wird", so Van der Bellen. Die Sanktionsmaßnahmen sollen nicht die Menschen und das Land als Ganze treffen. Diese Ansicht wurde von der französischen Umweltministerin Dominique Voynet geteilt. "Sie wird sich nun dafür einsetzen, daß der Schüleraustausch zwischen Frankreich und Österreich weitergeht", berichtet Van der Bellen

Van der Bellen hat sich auch dafür stark gemacht, daß die Städtepartnerschaft zwischen den Olympiastädten Grenoble und Innsbruck wieder belebt wird und daß kein weiterer Sportboykott stattfindet.

Van der Bellen und Voynet sind zudem übereingekommen, daß die österreichisch-französischen Beziehungen intensiviert und ausgebaut werden. Weiters wurde vereinbart, daß es von französischer Seite ein Gegenbesuch bei Van der Bellen in Wien geben wird.

Die Gespräche, an denen auch Abgeordnete der französischen Nationalversammlung, aus dem EU-Parlament und Vertreter der Regionen, insbesondere jenen, in denen die Front National stark ist, werden nun in Untergruppen fortgesetzt. "Das könnte ein Durchbruch für die schwer beschädigten Beziehungen zwischen Österreich und Frankreich werden".

In Untergruppen werden auch umweltpolitische Fragen erörtert. Die mit Van der Bellen mitgereiste Umweltsprecherin der Grünen, Eva Glawischnig, brachte vor allem die Schwerpunkte Klimakonferenz, AKW und EU-Erweiterung sowie Gentechnik zur Sprache. Glawischnig hat in Frankreich massiv davor gewarnt, daß die französische Elektrizitätswirtschaft dem vor der Pleite stehenden AKW Temelin unter die Arme greift und, sie hat Ministerin Voynet ersucht, diese Haltung der österreichischen Grünen zu unterstützen.

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