Konditoren fordern Aufhebung der antiquierten Speiseeissteuer

Ausgerechnet Speiseeis mit in Europa einmaliger Zusatzsteuer belegt

Wien(PWK) Die Konditoren Österreichs fordern anlässlich ihres Frühjahrsseminares in Wels von der Regierung in Zusammenhang mit der Neugestaltung der Getränkesteuer eine umgehende Aufhebung der Speiseeissteuer.

Als 1940 Kriegssteuern eingeführt wurden, erfasste man sogenannte "Luxuswaren". Eingeführt wurden unter anderem Getränkesteuer, Spielkartensteuer, Zuckersteuer, Leuchtmittelsteuer, Salzsteuer und Speiseeissteuer. Im Jahr 2000 gibt es davon nur mehr die Speiseeissteuer sowie die Getränkesteuer für alkoholfreie Getränke. Während alle Luxusartikel wie Hummer, Lachs und Kaviar keiner Sonderbesteuerung unterliegen, bestand der Gesetzgeber weiter darauf, ausgerechnet Speiseeis weiterhin mit einer Zusatzsteuer zu belegen.

In den frühen 90er Jahren wurde den Konditoren von Regierungsseite versprochen, dass spätestens mit Eintritt zur EU diese rein vom Umsatz abhängige Steuer aufgehoben werde. 2000 gibt es diese Speiseeissteuer noch immer.

Speiseeis besteht aus Milch, Zucker, Bindemittel, Eier, Schlagobers und bei Fruchteis aus den entsprechenden Früchten. Alle diese Rohmaterialien unterliegen neben der üblichen Mehrwertsteuer keiner Sonderbesteuerung. Wenn man diese Rohmaterialien nun kalt (bis 0 Grad Celsius) oder heiß verarbeitet, so sind die dabei entstehenden Produkte (Pudding, Cremespeisen, Fruchtcremen) nicht mit einer Sondersteuer belegt. Wenn man jedoch aus diesen Rohmaterialien Eis herstellt, dann ist diese in Europa einmalige Sondersteuer abzuführen.

Der Bundesinnungsausschuss der Konditoren fordert im Namen aller Konditoren und Speiseeiserzeuger Österreichs eine gänzliche Aufhebung der antiquierten Speiseeissteuer. (hp)

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