Regeln des Palettentauschs sind weiterhin gültig

Auflösung der ÖSWG macht keine neuen Verträge notwendig

Wien(PWK) In den letzten Wochen wurde die Öffentlichkeit mehrmals falsch über die Zukunft der Verwendung der europäischen Normpalette im Rahmen des Palettentausches informiert. So wurde u.a. behauptet, dass der österreichische Palettenpool Ende 1999 aufgelöst wurde und damit auch die rechtliche und normative Basis für den Palettentausch gefallen sei und damit eine Neuordnung des bilateralen Vertragswesens notwendig wäre.

Tatsache ist, dass sowohl die Regeln des Palettentausches, dargelegt im Bedingnisheft Nr.507 der ÖBB und in den Baunormen für die Önormpalette Önorm A 5300, und andere nach wie vor vollinhaltlich in Gültigkeit sind und der informelle unbürokratische Tausch weiter aufrecht erhalten bleibt, unabhängig vom Bestehen der bisherigen Trägerorganisation des österreichischen Normpalettenpools ÖSWG (österreichische Studiengesellschaft für wirtschaftliche Güterbewegung), die Mitte 1999 aufgelöst wurde.
Die Auflösung der ÖSWG bedeutet nichts anderes, als dass die ÖBB ihre Tauschpaletten nunmehr selbst beschaffen, aber natürlich weiterhin im Palettentauschverfahren bleiben und daran auch weiterhin interessiert sind, wie auch der jüngst erfolgte Beitritt zur ARGE "Palettenpool" zeigt.

Nach der Auflösung der ÖSWG hat sich unter der Leitung der Bundessektion Industrie die ARGE "Palettenpool" gebildet, der die Bundesbahnen, der Handel und die Industrie angehören. Die maßgeblichen Unternehmen - auch die Speditionen - wurden in den Informationsfluss bis dato eingebunden.

So waren sich bei einer Präsentation der Palettenmietfirma Chep alle darüber einig, dass das Tauschsystem - zumindest unter der Voraussetzung entsprechender Kontrolle und Administration -kostenmäßig Mietsystemen überlegen ist. Letztere Aussage wird sogar durch eine Studie im Auftrag der Fa. Chep selbst erhärtet.

Es bleibt den Unternehmen natürlich unbenommen, in ihren Vertragswerken von ihren Partnern Gebühren - auch Tauschgebühren für Paletten - zu verlangen, wenn dies von der Kostenseite her zu rechtfertigen ist und am Markt durchzusetzen ist. Aus Sicht der Bundessektion Industrie sollte jedoch von inhaltlich falschen Aussagen Abstand genommen werden. (MH)

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