ANG: Wirtschaftskammerfunktionäre wollen weitere Belastungen für ArbeitnehmerInnen

Wien (ÖGB/ANG). Im Zuge des derzeit laufenden Wahlkampfes für die Bundeswirtschaftskammer überbieten sich die verschiedenen Fraktionen mit zusätzlichen vom Steuerzahler zu finanzierenden Forderungen wie beispielsweise eine Mindestpension für Unternehmer von 20.000 S monatlich oder einer Senkung der Beiträge für den Familienlastenausgleichsfonds, stellte die Gewerkschaft Agrar-Nahrung-Genuß (ANG) fest und verurteilte Forderungen die zu Lasten der ArbeitnehmerInnen gehen.++++

In seiner heutigen Sitzung verurteilte der Bundesvorstand der Gewerkschaft Agrar-Nahrung-Genuss (ANG) vor allem eine Reihe von Forderungen, die zu weiteren deutlichen Verschlechterungen im ArbeitnehmerInnenschutz oder im Arbeitsrecht führen sollen. Darunter fallen beispielsweise die Abschaffung der Arbeitsinspektorate oder die leichtere Auflösung von Lehrverträgen, was nur dazu dienen kann, Jugendliche jeder Zeit kurzfristig als billige Arbeitskräfte zu beschäftigen und wieder kündigen zu können.

Wenn die ArbeitnehmerInnen künftig aus Gründen einer Verwaltungsvereinfachung für die Betriebe die Lohnsteuer selbst ans Finanzamt abführen sollen, wird dies von der Gewerkschaft ANG ebenfalls nicht als zweckmäßig erachtet.

Die Gewerkschaft ANG erklärt zu allen Forderungen der Wirtschaft, gleichgültig von welcher politischen Richtung sie kommen, dass jede Verschlechterung des Arbeitsrechtes mit allen zur Verfügung stehenden demokratischen Mitteln bekämpft werden wird. (ew)

ÖGB, 15. März 2000 Nr. 155

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