KMSfB: Arbeitsplätze im Theater in der Josefstadt gefährdet

Wien (ÖGB/KMSfB). Seit Dezember 1999 hat sich die Lage des Theaters in der Josefstadt dramatisch zugespitzt. Seit damals hat die Gewerkschaft vor einer bedrohlichen Entwicklung gewarnt. War in den vergangenen Monaten das Budgetprovisorium die Ursache, wurde jetzt das Kunstbudget endgültig gekürzt, kritisiert die Gewerkschaft Kunst, Medien, Sport, freie Berufe (KMSfB).++++

Laut Pressemeldungen hatte die Josefstadt Ende 1999 Schulden in der Höhe von 64,6 Mio. S. Seit Jahren hat sich das Desaster abgezeichnet:
Bund und Stadt Wien haben Soforthilfe zugesagt, aber nur die Stadt hat sich daran gehalten. Auf das Geld des Bundes wartet die Josefstadt noch immer, obwohl seit 1986 ein diesbezüglicher Vertrag zwischen Bund und Stadt besteht.

"Es ist zu billig, sich auf die Gagen der KünstlerInnen und die Zulagen für die TechnikerInnen auszureden", betonte Ernst Körmer, Vorsitzender der Gewerkschaft KMSfB. "Klaviergeldprämien" in der Höhe von 201 S und Brutto-Technikergehälter von 12.940 S sind mit Sicherheit nicht des Pudels Kern. Übrigens waren wir immer bereit, das Zulagensystem zu überarbeiten, wenn auch die Grundgehälter einer Anpassung unterzogen werden.

Jetzt ist Kunst-Staatssekretär Morak gefordert. Hat er doch zugesagt, längerfristige Finanzierungsmodelle zu erarbeiten. Selbst der Bühnenverein als Dachverband der Wiener Bühnen hat im Februar an den Bundeskanzler appelliert, die Verpflichtungen einzuhalten, um wenigstens die Anhebung der Kollektivvertragslöhne um 1,5 Prozent zu ermöglichen.

Bevor die Mitarbeiter keine Gehälter oder diese auch nur verspätet ausbezahlt bekommen, wird die Gewerkschaft entsprechende Maßnahmen setzen. (ew)

ÖGB, 15. März 2000 Nr 154

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