Herbert Krejci im NEWS-Interview: "Wenn aus der FPÖ weiter antieuropäische Äußerungen kommen, muss Schüssel die Koalitionsfrage stellen".

- Der ehemalige General der Industriellenvereinigung fordert in NEWS "weniger Toleranz" seitens des Regierungschefs gegenüber dem Koalitionspartner. Scharfe Worte und Spott auch von aktiven ÖVP-Politikern gegenüber der FPÖ. Maria Fekter wünscht Haider "zurück ins Bärental", Tirols Landeshauptmann Weingartner kritisiert "schwache Substanz einer Laienspieltruppe" beim FPÖ-Regierungsteam. Vorausmeldung NEWS 11/00 vom 16.3.00

Wien (OTS) - Scharfe Kritik an "seiner" ÖVP äußert der ehemalige General der Industriellenvereinigung Herbert Krejci in einem Interview in der morgen erscheinenden Ausgabe des Nachrichtenmagazins NEWS. Im Rahmen einer Umfrage unter Prominenten, welche Wege Österreich aus der Krise finden könnte, fordert der "Große Alte Mann der ÖVP" einen "nationalen Konsens auf sehr breiter Ebene", nimmt aber vor allem Bundeskanzler Schüssel ins Gebet. Von ihm fordert Krejci "weniger Toleranz, was seinen Regierungspartner betrifft". Krejci: "Ich bin über den Realitätsverlust an der Spitze der Regierung schwer erschüttert. Erschüttert auch darüber, wie man das Problem wegleugnen will." Krejci sieht Handlungsbedarf bei Bundeskanzler Schüssel: "Wenn aus der FPÖ weiter antieuropäische Äußerungen kommen, muss Schüssel die Koalitionsfrage stellen"

Auch aktive ÖVP-Politiker äußern zunehmend Unmut über den Koalitionspartner. Nationalrätin Maria Fekter findet die "freiheitlichen Störfeuer bald unerträglich". Fekter: "In unseren Reihen erzeugt Haider Kopfschütteln. Permanent wird der Wunsch geäußert, er soll zurück ins Bärental."

Tirols Landeshauptmann Wendelin fordert im NEWS-Gespräch einen "neuen Zugang zu Haider: Mitleid". Weingartner: "Weil er offensichtlich jemand ist, der in einem Bierzelt nicht mehr die Tragweite seiner Äußerungen erkennt. Mitleid ist auch ein Weg, die Bedeutung solcher Äuerungen zu redimensionieren." Spott hat Weingartner auch für das freiheitliche Regierungsteam übrig: "Das ist eine Laienspieltruppe. Die Substanz dieser Partei ist unheimlich gering."

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Sekretariat NEWS-Chefredaktion
Tel.: (01) 213 12103

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NEF/OTS