LHStv. Bauer: 1791 Niederösterreicher waren 1999 Opfer von Bissverletzungen

Arbeitsgruppe zur Erarbeitung von Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung eingesetzt

St. Pölten, (SPI) - 1791 Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher waren im vergangenen Jahr in unserem Bundesland Opfer von Bissverletzungen, bei 138 Personen waren dabei schwerste Kopfverletzungen zu beklagen. Die große Mehrheit der Fälle ist auf Bisse durch nicht entsprechend geführte bzw. beaufsichtige Hunde zurückzuführen, wobei bestimmte Arten - sogenannte "Kampfhunde" - ein immer größer werdendes Problem darstellen. Deshalb hat der Gesundheitsreferent der NÖ Landesregierung, LHStv. Dr. Hannes Bauer, bei der vergangenen Regierungssitzung am 14. März die Einsetzung einer Arbeitsgruppe zur Erarbeitung von Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung gefordert. Diesem Vorschlag wurde entsprochen, die Arbeitsgruppe wird sich demnächst konstituieren****

"Immer mehr Menschen fühlen sich von gefährlichen Tieren bedroht, ja teilweise muss man von berechtigter Angst sprechen. Die derzeitige Gesetzeslage ist leider unbefriedigend. Auf Ebene des Landes und der Bezirksverwaltungsbehörden können wir nur aus "tierschutzrelevanten" Tatbeständen eingreifen. Was aber den Schutz des Menschen anbelangt, gibt es kaum eine Handhabe. Die Untersagung der Haltung von gefährlichen Tieren aus der Sicht der Sicherheit der Bevölkerung ist derzeit praktisch nicht möglich, niemand hat eine Handhabe gegen das Halten von gefährlichen Tieren. Hunde gelten an sich nicht als gefährlich, ja in den meisten Fällen sind die Angriffe auf nicht entsprechende Haltung (unbeaufsichtigter Freilauf) bzw. Mängel und Selbstüberschätzung des Halters selbst zurückzuführen. Die schweren Angriffe von Hunden, die besonders tragisch schon zum Tod von Menschen geführt haben, und das von der Bevölkerung empfundene Bedrohungspotential fordert aber eindeutiges Handeln und wirksame Schutzmaßnahmen", so LHStv. Dr. Hannes Bauer.

"Zweck der Arbeitsgruppe soll es sein, einen Weg zu finden, einerseits ein Procedere für eine Verbesserung des Schutzes der Bevölkerung zu erarbeiten, andererseits jedoch auch den Behörden mehr Möglichkeiten des Eingreifens zu geben. Auch die Vorschreibungen betreffend der Haltung und der Unterbringung sollen durchleuchtet werden. Einzufordern ist aber ganz besonders die Mitarbeit und das Verständnis der Hundehalter selbst. Sie haben eine große Verantwortung gegenüber der Öffentlichkeit. Bestimmte Rassen benötigen eben mehr verantwortungsbewußten Umgang als andere. Letztlich ist nicht das Tier, sondern der Halter im Rahmen der Haltung und Abrichtung des Tieres für dessen Handlungen verantwortlich", so LHStv. Dr. Bauer abschließend.
(Schluss) fa

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Tel: 02742/200/2794

Landtagsklub der SPÖ NÖ

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NSN/SPI