Kalt-warm für den Wien-Tourismus

Guter Februar, aber Probleme im Kongressgeschäft

Wien, (OTS) Mit 334.000 Nächtigungen, nur 1,6 % weniger als
im Februar 1999, waren letzten Monat im Wien-Tourismus so gut wie keine Auswirkungen der aktuellen politischen Situation Österreichs zu bemerken. Deutliche Probleme gibt es hingegen im Kongress- und Firmentagungsgeschäft, in dem seit dem Antritt der neuen Bundesregierung bereits Veranstaltungen für heuer und nächstes Jahr mit insgesamt 50.000 Nächtigungen storniert worden sind.

Mit starkem Zuwachs aus Österreich (+ 19 %) und aus
Frankreich (+ 24 %) und ebenso starkem Rückgang aus Deutschland (-13 %), Italien (- 9 %) und Japan (- 10 %) kam Wien im Februar 2000 bis auf 1,6 % an das Ergebnis im Februar 1999 heran. Damit liegen die ersten beiden Monate 2000 zusammen nur um 0,1 % hinter den Vergleichswerten 1999 zurück. Die Befürchtung, politische Kritik und Boykottaufrufe könnten sich unmittelbar im Reiseverhalten der Städtetouristen auswirken, ist damit bisher zum Glück in Summe nicht eingetreten.

Im Kongress-, Incentive- und Firmentagungsgeschäft, wo Veranstaltungen oft auch hohe Symbolwirkung für Wissenschaft und Wirtschaft zugemessen wird, sieht das Bild allerdings nicht so zufrieden stellend aus. Manche Unternehmensleitung und manches Wissenschaftlergremium überlegt sich in diesen Tagen deutlich länger, ob die Tagung in Wien stattfinden soll, und einige Veranstaltungen wurden ohne weiteres abgesagt. So sind in diesem Bereich des Wiener Tourismusgeschäfts in den letzten sechs Wochen 50.000 besonders umsatzstarke Übernachtungen verloren gegangen; etwas über die Hälfte davon wären heuer gebucht gewesen, der Rest nächstes Jahr.

Der Wien-Tourismus hat sich deshalb seit Wochen dafür eingesetzt, dass die Österreich-Werbung das Kongressgeschäft mit zusätzlichen Marketingmaßnahmen unterstützt. Dies ist in den letzten Tagen auch zugesagt worden.

Die Ergebnisse im Detail:

Herkunftsland Nächtigungen Nächtigungen Nächtigungsumsatz

netto*)

Jänner - Februar 2000 Februar 2000 Jänner 2000

A 154.000 + 17 % 76.000 + 19 % 39 Mio. S + 19 %
D 140.000 - 3 % 65.000 - 13 % 39 Mio. S + 4 %
I 52.000 - 8 % 16.000 - 9 % 18 Mio. S - 7 %
USA 39.000 - 2 % 18.000 - 4 % 15 Mio. S + 13 %
GB 32.000 - 6% 19.000 - 3 % 9 Mio. S - 19 %
JP 28.000 - 14 % 15.000 - 10 % 8 Mio. S - 23 %
F 23.000 + 3 % 14.000 + 24 % 5 Mio. S - 17 %
GUS 22.000 + 14 % 8.000 +/- 0 % 8 Mio. S + 23 %
CH 19.000 - 6 % 9.000 - 11 % 6 Mio. S + 3 %
ESP 12.000 - 32 % 6.000 - 38 % 3 Mio. S - 30 % übrige 176.000 88.000 43 Mio. S
Summe 697.000 - 0,1 % 334.000 - 1,6 % 193 Mio. S + 1,0 %

*) ohne Frühstück, Heizungszuschlag, Umsatzsteuer

(Schluss) wtv

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