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LR Schwärzler: Jagd hat Verantwortung für Wald und Wild Mindestabschüsse für Rotwild um 7,7 Prozent erhöht

Bregenz (VLK) - Aufgrund der einvernehmlichen Abschussplanbesprechungen mit Vertretern der Grundeigentümer,
der Gemeinden, der Jägerschaft, der Landwirtschaftskammer,
des Waldvereins sowie der Wildbach- und Lawinenverbauung hat
die Landesregierung auf Antrag von Landesrat Erich Schwärzler
den Mindestabschuss an Rotwild für das Jagdjahr 2000/2001 mit
2.161 Stück festgelegt. Dies bedeutet gegenüber dem Vorjahr
eine Erhöhung um 7,7 Prozent. ****

Im vergangenen Jagdjahr wurde der Abschussplan beim
Schalenwild zu 90 Prozent erfüllt. Mit einer Erfüllungsquote
von 83 Prozent beim Rotwild ist Landesrat Schwärzler trotz
der schwierigen Zeit für die Jagd anlässlich der Katastrophensituation in den Winter- und Sommermonaten des
Vorjahres nicht zufrieden. "Durch das Aufrechterhalten einer funktionierenden Wildfütterung bei extremer Schneelage und Lawinengefahr haben die Jäger einerseits großartiges
geleistet und zur Vermeidung von Wildschäden sowie für die Sicherheit unserer Bevölkerung beigetragen", so Landesrat Schwärzler.

Revierübergreifende Zusammenarbeit

Dieser Leistung stehe laut Schwärzler jedoch die
ungenügende Abschussplanerfüllung gegenüber, "die es in den nächsten Jahren notwendig macht, durch eine
revierübergreifende Zusammenarbeit die Ziele der Jagd für den
Wald zu erreichen. "Eine gute Abschusserfüllung dient nicht
nur einer fachgerechten Wildbewirtschaftung, sondern sie ist
auch eine wesentliche Voraussetzung für eine positive Waldentwicklung", betont der Landesrat.

Die erlassene Verordnung sieht den Mindestabschuss von 563 Hirschen, 883 Tieren und 715 Kälbern unter besonderer Berücksichtigung der Gebiete vor, in denen eine weitere
Entlastung der Wälder vom Schalenwildeinfluss zur Sicherung
einer positiven Entwicklung der Naturverjüngung notwendig
ist. In den Regionen Frödischtal-Laternsertal, Mellental, Kleinwalsertal, Warth, Bartholomäberg-Silbertal, Tschagguns-Vandans, Gamperdonatal und Saminatal wurden daher die Abschussvorschreibungen zwischen zehn und 46 Prozent erhöht.

Frühzeitig Maßnahmen treffen

Zur Verbesserung kleinräumig unbefriedigender Verhältnisse wurden eine forcierte Scherpunktbejagung, eine örtliche
Erhöhungen des Reh- und Gamswildabschusses sowie eine problemgebietsbezogene Aufteilung der Abschussvorgaben
vereinbart. "Neben der Festlegung eines an die gegebene Wald-
und Wildsituation angepassten Mindestabschusses muss
besonders auf das frühzeitige Treffen von Maßnahmen, die
unter Ausschöpfung der jagdrechtlichen Möglichkeiten zur vollständigen Planerfüllung beitragen, geachtet werden.
Wichtig dabei ist der intensive und laufende Kontakt der
Jagd- und Forstbehörde mit den zuständigen
Jagdverantwortlichen und Waldaufsehern vor Ort", so Landesrat
Erich Schwärzler.
(ad/ug,nvl)

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