"Beruf und Familie - (un)lösbarer Konflikt für Alleinerziehende?!"

Enquete der Österr. Plattform für Alleinerziehende am 17. März 2000 in Wien

Graz (OTS) - Am 17. März findet von 9.30 bis 16.30 Uhr im Festsaal des Bundesgebäudes in Wien 1, Radetzkystr. 2 die Enquete der Österreichischen Plattform für Alleinerziehende zum Thema "Beruf und Familie - (un)lösbarer Konflikt für Alleinerziehende?!" statt. Den Ehrenschutz für diese Veranstaltung hat die ehemalige Frauenministerin Johanna Dohnal übernommen, welche auch ihr Kommen zugesagt hat.

TeilnehmerInnen der vormittäglichen Podiumsdiskussion sind Dr. Herbert Buchinger, Leiter des AMS, Dr. Angelika Schiebel vom ehemaligen Familienministerium, die Volksanwältin Dr. Christa Krammer, Mag. Andreas Gebauer als Vertreter des familienfreundlichen Betriebes Grüne Erde und Karin Madensky, die erwachsen gewordene Tochter einer Alleinerzieherin. Sowohl die Podiumsdiskussion als auch das Legislative Theater am Nachmittag sollen Problemfelder der Vereinbarkeit von Beruf und Familie aufzeigen. Anschließend daran werden in Arbeitskreisen Lösungsvorschläge erarbeitet und von Vertreterinnen der zuständigen Ministerien Stellungnahmen dazu abgegeben.

Bereits seit Jahren weist die Österr. Plattform für Alleinerziehende (ÖPA) darauf hin, daß die Vereinbarkeit von Familie und Beruf speziell für Alleinerziehende oft nicht in zufriedenstellender Form für alle Betroffenen möglich ist. Gründe dafür sind verschärfte Bedingungen in der Arbeitswelt, aber auch immer noch fehlende qualitativ hochwertige, flexible und finanziell leistbare Betreuungsformen für Kinder.

"Die Argumentationen, dass Schlagworte wie Globalisierung, Konkurrenzfähigkeit oder finanzielle Belastungen der öffentlichen Hand dem entgegenstehen, wollen wir nicht ohne weiteres gelten lassen", gibt sich Josefine Justic, Vorsitzende der Österr. Plattform für Alleinerziehende, kämpferisch. Sie ist überzeugt, dass eine grundsätzliche Einstellung 'Vorrang den Menschen vor Markt und Konsum' und ein guter Wille von Arbeit- und GesetzgeberInnen diese Situation verändern kann.

"Da Alleinerziehende meist nicht der sozialen Schicht angehören, die sich mit der Anstellung von Au-pair-Kräften oder Kinderfrauen helfen können, andererseits aber ihr Einkommen oft die einzige Existenzgrundlage für die Familie darstellt, ist es unumgänglich, der Vereinbarkeit von Familie und Beruf endlich einen größeren Stellenwert einzuräumen", meint Justic. Die Enquete soll ein Schritt in diese Richtung sein.

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