- 14.03.2000, 15:01:10
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Altersteilzeit: Nahtloser Übergang in die Pension muss sichergestellt werden!=
Linz (AKO) Mit dem Pakt für ältere Arbeitnehmer, vor allem mit den
beiden Altersteilzeit-Modellen, ist ein wichtiger Schritt zur
Bekämpfung der Altersarbeitslosigkeit gelungen. Doch die Pläne der
neuen Regierung drohen diesen Erfolg wieder zunichte zu machen,
kritisiert die Arbeiterkammer.
Bereits im vergangenen Herbst hat die Arbeiterkammer
Oberösterreich ihre potentiell betroffenen Mitglieder in einer groß
angelegten Informations-Kampagne über die neuen Regelungen
informiert. Das Interesse war gewaltig: Tausende Exemplare der
umfangreichen Broschüre "Der Pakt für ältere Arbeitnehmer" waren
binnen weniger Tage vergriffen, rund 1.500 Arbeitnehmerinnen und
Arbeitnehmer nahmen die Gelegenheit war, sich bei
Abend-Veranstaltungen in Linz, Wels, Steyr, Ried, Vöcklabruck und
Freistadt über die neuen Bestimmungen zu informieren. Eine dritte
Auflage der oben genannten Broschüre ist übrigens bereits in Arbeit.
Da nun auch die entsprechenden Durchführungs-Richtlinien für die
Altersteilzeit vorliegen, hat die AK ihren älteren Mitgliedern
neuerlich ein Schreiben mit einem entsprechenden Info-Falter
geschickt. Seitdem laufen die Telefone heiß. Viele Arbeitnehmerinnen
und Arbeitnehmer fordern die angebotenen Musterverträge an, aber noch
viel mehr machen ihrer Verzweiflung und Verunsicherung Luft: Denn die
Reglungen für die Altersteilzeit, die erst mit 1. Jänner 2000 in
Kraft getreten sind, könnten durch die geplante Pensionsreform zur
Makulatur werden.
Die Arbeiterkammer hat maßgeblich zum Zustandekommen dieser
Modelle beigetragen. Jetzt wackelt sogar dieser Teilerfolg. "Mit
ihren überfallsartigen und unsozialen Eingriffen in das
Pensionssystem hat die Regierung bereits viel Schaden angerichtet.
Jetzt geht es um Schadensbegrenzung", sagt dazu
Arbeiterkammer-Präsident Hubert Wipplinger. Die Arbeiterkammer
fordert daher als ersten Schritt, dass zumindest einmal die
Regelungen für die Altersteilzeit außer Frage gestellt werden. Ein
nahtloser Übergang von der Altersteilzeit in die Pension muss
sichergestellt werden.
"Wir sind mit den Sorgen der Arbeitnehmer tagtäglich konfrontiert.
Unsere Expertinnen und Experten telefonieren täglich mit Dutzenden
verzweifelten und verunsicherten Menschen. Wir fordern daher die
Regierung auf, ihre unsozialen Pensionspläne zu revidieren!", so
Wipplinger.
Rückfragehinweis: Arbeiterkammer Oberösterreich
Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: (0732) 6906-2182
presse@ak-ooe.at
www.ak-ooe.at
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