ÖGB-Kaske: "Berufsflucht im Tourismus stoppen!"

Gewerkschafter fordert ordentliche Rahmenbedingungen für Tourismusmitarbeiter

Wien (HGPD). Thema einer Podiumsdiskussion im Rahmen der Klagenfurter Tourismusmesse "Gast 2000" war heute, Dienstag "Arbeiten im Tourismus - der Traumjob?". Traumjobs gäbe es zwar schon im Tourismus, erklärte der Vorsitzende der Gewerkschaft Hotel, Gastgewerbe, Persönlicher Dienst (HGPD), Rudolf Kaske, im Rahmen dieser Diskussion, diese seien aber einigen wenigen vorbehalten. Für den Großteil der in der Branche Beschäftigten, sehe es aber ganz anders aus. ++++

"Die Mehrheit der rund 147.000 im Tourismus Beschäftigten ist nach wie vor benachteiligt", erinnerte Kaske: "Durch ihr Service und ihre Arbeit tragen diese Kolleginnen und Kollegen zwar massiv zum Erfolg des österreichischen Tourismus bei, entlohnt werden sie aber weit schlechter als in anderen Branchen." Laut Statistik des Hauptverbandes der Sozialversicherungsträger verdienten Tourismusmitarbeiter um 32 Prozent weniger als der Durchschnittsösterreicher. Berufsflucht sei unter diesen Bedingungen nur verständlich.

Kaske: "Um die Mitarbeiter in der Branche zu halten, muss man ihnen ein Einkommen zum Auskommen sichern. Sie brauchen verträgliche, sprich normale Arbeitszeiten in den Betrieben und eine kalkulierbare Freizeit. Vielen Kolleginnen und Kollegen im Gastgewerbe ist es nämlich nicht möglich, ihre Freizeit auch nur für die nächste Woche vor zu planen." Da viel Arbeit nicht unbedingt gleich viel Geld bedeuten müsse, meinte der HGPD-Vorsitzende, könne er es den Beschäftigten sehr gut nachfühlen, dass sie nach relativ kurzer Zeit den vermeintlichen Traumjob an den Nagel hängen.

"Wir träumen von Ausbildung, Qualifizierung und ordentlichen Rahmenbedingungen in den Betrieben", so Kaske: "Dann wird Österreichs Tourismus auch in Zukunft zu den Gewinnern gehören."(kk)

ÖGB, den 14. März 2000 Nr. 151

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