Die Zukunft der älteren Generation sichern

Wien, (OTS) Wien bietet den Wienerinnen und Wienern eine hohe Lebensqualität. Vor allem auch der älteren Generation. Dadurch unterscheidet sich Wien von vielen anderen Großstädten ganz deutlich. Verantwortlich für die hohe Lebensqualität in unserer Stadt ist vor allem die große Vielfalt an infrastrukturellen, kulturellen, sozialen und medizinischen Dienstleistungen.

Trends zeigen, dass die künftigen PensionistInnen sich in ihrem Sozialisations-, Kultur- und Wertemustern ganz fundamental von
jenen der gegenwärtigen älteren Generation unterscheiden werden. Waren die früheren PensionistInnen eine homogene Gruppe, besitzen sie heute eine ungeheure Spannweite an Lebensstilen und verfügen
in ihrem nachberuflichen Leben über ein enormes Freizeitpotential und ein höheres Aktivitätsniveau.

"Ihr Anliegen ist unser Anliegen"

1999 wurde von den Vereinten Nationen das "Jahr der älteren Generation" ausgerufen. Auch die Stadt Wien hat sich dieser internationalen Aktion angeschlossen und eine Vielzahl von Veranstaltungen für die SeniorInnen selbst und mit einer Reihe von einschlägigen Organisationen und Einrichtungen durchgeführt. Obwohl Wien schon seit Jahren einen internationalen Spitzenplatz einnimmt, was die Aktivierung und Betreuung dieser Generation betrifft, hat dieses Schwerpunktjahr wieder viel neue Aspekte aufgezeigt. Ältere Menschen sind gerne bereit, sich selbst im gesellschaftlichen Leben zu engagieren. Nur wissen sie manchmal nicht, wo und wie. Die Stadt Wien mit dem Seniorenbüro ist stets darauf bedacht, unter dem Motto "Ihre Anliegen sind unsere Anliegen", etwaige Informationsdefizite durch gezielte
Informationen zu schließen und mit Rat und Tat zu unterstützen. "Erfolgreiche Seniorenpolitik ist Querschnittspolitik, die sämtliche Bereiche des Lebens in unserer Stadt umfasst. Wir gehen daher auf die älteren Menschen zu, hören ihnen zu und diskutieren mit ihnen. Denn nur so erkennen wir auch wirklich ihre
berechtigten Anliegen und ihre dringenden Bedürfnisse. Die SeniorInnen sind politisch interessiert und bringen auch viel Verständnis für den notwendigen Wandel in unserer Gesellschaft auf", wies Vizebürgermeisterin GreteLaska im Rahmen des Bürgermeisterpresse-Gespräches am Dienstag hin.****

Öffnung der Pensionisten-Wohnhäuser

Die 30 Pensionisten-Wohnhäuser des KWP (Kuratorium Wiener Pensionisten-Wohnhäuser) mit rund 10.000 BewohnerInnen haben sich nach außen geöffnet. Bereits rund 4.000 ältere Wienerinnen und Wiener die im näheren Umkreis eines Pensionisten-Wohnhauses leben, machen von dem neuen Angebot eines warmen Mittagstisches Gebrauch. In fünf dieser Häuser gibt es bereits einen öffentlich zugängigen Internetanschluss, bis zum Jahresende werden alle Pensionisten-Wohnhäuser über einen solchen verfügen. Die ältere Generation benötigen zwar eine gewisse Anlaufzeit, um mit dieser modernen, für sie aber ungewohnten Technologie vertraut zu werden, doch
nimmt deren Akzeptanz von Tag zu Tag zu und führt damit auch zu einer höheren Mobilität der BenutzerInnen

Jung trifft alt "Wir reisen um die Welt"

"Mit dem Computer in die ganze Welt" ist der Titel einer Veranstaltungsreihe an 25 Wiener Hauptschulen. Hier werden junge Menschen den älteren zeigen, wie man das Internet nützen kann und zu interessanten Informationen gelangt oder e-mails an Verwandte oder Bekannte verschickt. Informationen zu dieser Aktion sowie die Möglichkeit der Anmeldung gibt es im Seniorenbüro der Stadt Wien unter der Telefonnummer 4000/85 80.

Gezielte Information

Das Seniorenbüro der Stadt Wien hat eine ganze Reihe von Informationsschriften aufgelegt, die auf große Nachfrage gestoßen ist. Ganz oben auf der Hitliste dieser Publikationen stehen:
"Freizeit aktiv", "Stadtthemen", die Hauszustellung "Wien stellt
zu" und der "Seniorenteller", eine Auflistung seniorenfreundlicher Gastronomiebetriebe.

Mehr Sensibilität für die Anliegen der älteren Generation

Neben dem Seniorenbeauftragten der Stadt Wien gibt es jetzt auch Seniorenbeauftragte in allen Wiener Bezirken. Aus ihrem Kreis kam der Vorschlag, die Bezirksräte, vor allem jene, die in den
Bau- und Verkehrsausschüssen tätig sind, stärker für die Anliegen der älteren Generation zu sensibilisieren. So werden für diesen Personenkreis ab Mai Seminare und Workshops organisiert. Ziel
dieser Veranstaltungen ist es, insbesondere besseres Verständnis für jene "Kleinigkeiten" zu wecken, den SeniorInnen mehr Komfort
im täglichen Leben bieten. Diese Erkenntnisse sollen dann in die politischen Entscheidungen der Bezirksvertretungen einfließen.

Gefahren für die ältere Generation

Die bisher bekannt gewordenen Vorhaben der Bundesregierung,
vor allem die soziale Ungerechtigkeit der Verteilung von unten
nach oben, der verschlechterte Zugang zu sozialen Leistungen, die starken finanziellen Belastungen beim Zugang zur medizinischen Behandlung, bedrohen die soziale Sicherheit der älteren
Generation. Die verantwortungsvolle Budgetpolitik der Stadt Wien für das Jahr 2000 dagegen bringt für die ältere Generation keine Einschränkung der sozialen und anderen öffentlichen Leistungen, in vielen Bereichen sogar eine Erhöhung der Ausgaben. Diese Ausgaben zeigen das große Verständnis und das hohe Engagement der politisch Verantwortlichen in der Stadt Wien für die Bedürfnisse der älteren Mitmenschen und natürlich auch für die Anliegen der Schwächsten in unserer Gesellschaft.
"Demokratieverständnis bedeutet insbesondere, sich gerade für die Schwachen und Unterprivilegierten einzusetzen. Wir werden den älteren Wienerinnen und Wiener zur Seite stehen und sie zu noch mehr Zivilcourage, noch mehr persönlichem und politischem Engagement aufrufen. Denn wir kennen und anerkennen die
berechtigten Bedürfnisse, Sorgen und Wünsche jener Generation sehr gut, die unter großen persönlichen Entbehrungen mitgeholfen hat, unsere Stadt wieder aufzubauenl.", betonte Vizebürgermeisterin Grete Laska.

Der Anteil der Über-60-Jährigen an der Wiener Bevölkerung lag im Jahr 1998 bei rund 20,4 Prozent. Im Konzert der europäischen Metropolen zählt Wien damit zu einer der jüngeren Städte:

o Mailand: 27,8 %
o Barcelona: 27,3 %
o Zürich: 25,1 %
o Madrid: 23,7 %
o Hamburg: 22,3 %
o Frankfurt/M: 21,9 %
o Budapest: 21,6 %
o Stockholm: 21,4 %
o Warschau: 21,4 %
o Prag: 20,8 %
o München: 20,8 %
o Köln: 20,7 %
o Wien: 20,4 %
o Berlin: 19,6 %
o Oslo: 19,4 %
o Kopenhagen: 19,1 %
o Helsinki: 17,9 %
o London: 15,1 %
o Brüssel: 12,5 %

o Quelle: Statistisches Taschenbuch der Stadt Wien, 1998

In Österreich beträgt der Anteil der Über-60-Jährigen:

o Österreich gesamt: 19,8 %
o Burgenland: 23,1 %
o Niederösterreich: 21,2 %
o Steiermark: 20,8 %
o Kärnten: 20,4 %
o Wien: 20,4 %
o Oberösterreich: 19,1 %
o Tirol: 17,3 %
o Salzburg: 17,3 %
o Vorarlberg: 16,3 %

o Quelle: ÖSTAT, Hauptverband, Stand April 1999

Die Wiener Bevölkerung zeigte im Jahr 1998 folgende Altersstruktur:

o 0 bis unter 15 Jahre: 236.234 (14,70 %)
o 15 bis unter 30: 290.126 (18,06 %)
o 30 bis unter 45: 413.509 (25,73 %)
o 45 bis unter 60: 338.705 (21,08 %)
o 60 bis unter 75: 198.904 (12,38 %)
o 75 bis unter 85: 91.064 (5,67 %)
o 85 und darüber: 38.301 (2,38 %)

o Quelle: MA 14

Die Entwicklung der Lebenserwartung in Österreich:

Frauen Männer
o 1900 43,4 40,6
o 1950 67,8 62,4
o 1995 80,1 73,5
o 1997 80,6 74,3
o 2010 82,3 76,1

o Quelle: ÖSTAT
(Schluss)bz

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