Gewerbeverein: Persönliche Initiative ist Staat nichts wert!

Wien (OTS) - Der Verwaltungsgerichtshof hat entschieden, dass Karriereberatung nicht den steuerlich abzugsfähigen Werbungskosten zuzuordnen ist.Offenbar passt es in die politische Landschaft, die Notwendigkeit alle steuerlichen Bremsen zu ziehen oder gar eine strategische Vorgabe über den Weg der Auslegung rechtlicher Bestimmungen Sparappelle zu exekutieren.

Outplacement, das sich am ehesten mit Karriereberatung übersetzen lässt und eine professionelle Beratung zur Erlangung eines neuen Jobs bedeutet, der den Fähigkeiten, Kenntnissen und der persönlichen Zielsetzung entspricht - so der Österreichische Gewerbeverein (ÖGV) -kann mit Fug und Recht unter abzugsfähige Werbungskosten gestellt werden, da dieses Instrument wie kein anderes (es gibt nämlich keines) auf die Erlangung eines neuen Jobs und damit auf die "Aufwendungen für den Erwerb ... der Einnahmen" abgestellt ist.

Beim Outplacement, das korrekter als Newplacement zu bezeichnen wäre, geht es um eine Jobsuche, wo das, was der aktive Jobsuchende am Arbeitsmarkt anzubieten hat, erst gesucht, gefunden und marktgerecht dargestellt werden muss. Es ist eben eine umgekehrte Vorgangsweise wie bei der üblichen Jobvermittlung, die keinesfalls vergleichbar mit Outplacement ist, sondern eine produktive Vermarktung eigener Fähigkeiten, für die Nischen, d.h. konkrete Einsatzfelder in Unternehmen gesucht werden müssen.

In der Regel hat dies niemand gelernt, es bedarf aus vielerlei Gründen einer gründlichen Bearbeitung die durch den Karriereberater sichergestellt wird, wobei hier das Prinzip Hilfe zur Selbsthilfe zur Anwendung kommt.

Durch Outplacement wird man befähigt selbst eine neue Stelle zu finden. Da dies in 95 Prozent der Fälle auch erfolgreich erreicht wird, lässt sich eine Sinnhaftigkeit und Wirtschaftlichkeit dieser Beratungstätigkeit wohl behaupten und nachweisen, insbesondere wo diese Methode der Reintegration älterer Jobsuchender dient und diese ansonsten nur schwer, wenn überhaupt eine adäquate Tätigkeit finden würden.

Offensichtlich haben sich die pragmatisierten Richter weder mit dem System noch mit der konkreten Praxis auseinandergesetzt.

Wenn ein Jobsuchender für seine zielgerichtete Beratung Geld ausgibt, so ist das im engsten Sinn des Wortes zur Sicherung eines Jobs und muss unter den § 16 Abs. 1 EStG subsumiert und damit abzugsfähig sein - so der ÖGV in einer Aussendung.

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