"Neues Volksblatt" Kommentar: "Sallmutter" (Von Walter Salzmann)

Ausgabe vom 14. März 2000

LINZ (OTS) - Hans Sallmutter, Alt-Gewerkschafter und Präsident des Hauptverbandes der Sozialversicherungsträger ist ein Sozialist aus bestem Schrot und Korn. Als solcher sträubt er sich auch gegen ziemlich alles, was an Reformen ansteht:

Für Sallmutter kommt eine Zusammenlegung der Sozialversicherungsträger "überhaupt nicht in Frage". Für Sallmutter ist die Initiative der Regierung zur Angleichung von Arbeiter- und Angestelltenrechten schlicht und einfach schlecht, weil sie (als Nebeneffekt) einen Einnahmenentfall für die Sozialversicherungen bringt. Für Sallmutter sind Selbstbehalte in der Sozialversicherung auf das Schärfste abzulehnen, weil sie (trotz Ausnahmen und Staffelung) "in höchstem Maße unsozial" seien. Sallmutter möchte wohl am liebsten, dass alles so bleibt, wie es ist - oder gewesen ist:
Eine SPÖ-Sozialministerin und ein Präsident des Hauptverbandes, die weit und breit kein Milliardendebakel im Sozialbereich sehen, eine Arbeiterschaft, die gegenüber Angestellten benachteiligt bleibt und eine Regierung, die auf Budgetlöcher stereotyp mit Beitragserhöhungen reagiert.

Hans Sallmutter ist ein Altsozialist aus bestem Schrot und Korn. Als solcher hat er nicht nur die Vergangenheit, sondern auch schon die Zukunft verschlafen.

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