Nürnberger: Gewerkschafter mit kämpferischem Herz mehr denn je nötig!

Landeskonferenz von Metallern und Textilern im Burgendland

Oberschützen/Wien (Gewerkschaften Metall - Bergbau - Energie und Textil, Bekleidung, Leder/ÖGB): ”Die Gewerkschaften werden mit den Plänen dieser Regierung mehr denn je gefordert sein”, betonte Metallervorsitzender Rudolf Nürnberger bei der Landeskonferenz der burgenländischen Metaller und Textiler in Oberschützen. ++++

Im Vorfeld des Gewerkschaftstages im Juni 2000, bei dem auch die Fusion von Metaller- und Textilergewerkschaft geplant ist, fand heute, Samstag, die Landeskonferenz der burgendländischen Metaller und Textiler statt. Metallervorsitzender Nürnberger ging in seinem Referat auf einige Pläne der Bundesregierung ein:

Nürnberger zu den Pensionsplänen: ”Wir Metaller haben ab 1980, und zuletzt 1996 am deutlichsten Anträge gestellt, die eine umfassende Harmonisierung aller Pensionssysteme und langfristige Absicherung der Pensionen verlangt haben. Wir sagen daher: "Pensionsreform ja, aber umfassend", in einer gesünderen humaneren Arbeitswelt, mit Arbeitsplätzen für ältere Menschen. Wer solche Vorschläge auf den Tisch legt, wird die Gewerkschaften als Partner bei diesem Vorhaben an seiner Seite haben.”

Die Angleichung der Rechte von Arbeiterinnen und Arbeiter an die der Angestellten, wie sie die Bundesregierung durchführen will, bezeichnete Nürnberger als ”blanken Hohn”: ”Das ist kein großer Schritt, das ist ein einmaliger Schritt, weil sich die Arbeiterinnen und Arbeiter die Gerechtigkeit selbst bezahlen müssen!” Die von den Gewerkschaften 1995 gestartete ”Aktion Fairness” fordert die Angleichung der Arbeiterinnen und Arbeiter an die Angestellten in drei Bereichen: in der Entgeltfortzahlung, bei den Freistellungsansprüchen und im Beendigungsrecht. Nürnberger: ”Die neue Bundesregierung rühmt sich jetzt zwar, stellt die Arbeiterinnen und Arbeiter aber nicht wirklich mit den Angestellten gleich. In der Entgeltfortzahlung gibt es weiterhin Unterschiede, denn die Arbeiterinnen und Arbeiter zahlen immer noch die höchsten Krankenversicherungsbeiträge aller Berufsgruppen. Zusätzlich bringt diese unsoziale Angleichung den Arbeitgebern ein Körberlgeld von 2,5 Milliarden Schilling durch die Verschlechterung des Urlaubsrechts.”

Zur bevorstehenden Fusion der Metaller und Textiler sagte Nürnberger:
”Hier sitzen zig Funktionärinnen und Funktionäre, Betriebsrätinnen und Betriebsräte, die Tausende Mitglieder der Textilergewerkschaft repräsentieren. Ihr bringt das wichtigste mit, was wir in Zukunft brauchen: Gestandene Gewerkschafter zu sein und ein kämpferisches Herz zu haben! Dafür danken wir euch.” (nk)

ÖGB, 11. März 2000 Nr. 144

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