Kunststaatssekretär Franz Morak stellt Sinnhaftigkeit von Kuratoren in Frage.

Vorausmeldung zu Format 11/00

Wien (OTS) - Kunststaatssekretär Franz Morak beklagt in FORMAT die "leeren Versprechungen" der alten Regierung: "Von der letzten Bundesregierung gab es über das reguläre Kulturbudget hinausgehende Zusagen für die nächsten Jahre von 620 Millionen Schilling! Diese Gelder wurden von Edlinger, Klima & Co in Form eines staatsinterventionistischen Mäzenatentums einfach versprochen. Frei nach dem Motto: Wir versprechen alles, denken aber nicht im Schlaf daran, das zu halten."

Zum Thema Einsparungen stellt Morak im neuen FORMAT erstmals offiziell die Sinnhaftigkeit des Kuratorenmodells in Frage:
"Grundsätzlich finde ich die Idee, etwa im Bereich der bildenden Kunst zwei Kuratoren zu haben, die außerhalb des konventionellen Beiratswesens über 15 Millionen Schilling im Jahr verfügen, bestechend. In der Zwischenzeit wurden dafür aber 180 Millionen Schilling ausgegeben, und wir müssen uns überlegen: Stehen die in einem Verhältnis zu dem, was uns das Kuratorenmodell brachte? Wurden unsere Erwartungen erfüllt? Diese Diskussion sollte man in Gang setzten."

Ebenfalls im neuen FORMAT rechtfertigt sich Ex-Kunststaatssekretär Peter Wittmann gegenüber Moraks Vorwurf der "leeren Versprechungen":
"Wir hätten große Projekte wie die Renovierung des Konzerthauses nie aus dem laufenden Budget zahlen können. Dafür habe ich mir immer zusätzliche Mittel mit dem Finanzminister ausgemacht. Wenn Morak uns das vorwirft, zeugt das nur von seinem Dilettantismus."

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