Gewerkschaft der Eisenbahner: Keine Teilung der ÖBB "Wirtschaftlich unbegründbarer Willkürakt"

Wien (GdE/ÖGB). Der heute in der Tageszeitung "Der Standard" kolportierten neuerlichen Forderung des freiheitlichen Infrastrukturministers Michael Schmid, eine gesellschaftlichte Trennung der ÖBB vorzunehmen, erteilte der Vorsitzende der Gewerkschaft der Eisenbahner, Wilhelm Haberzettl, eine unmissverständliche Absage. "Eine Zerschlagung der ÖBB kommt nicht in Frage", so der Gewerkschaftsvorsitzende. Er verwies auf eine Prämisse zum Bundesbahngesetz 1992, wonach die Ausgliederung der ÖBB ausschließlich unter der Bedingung, ein Gesamtunternehmen zu bleiben, erfolgt war. ++++

Unter keinen Umständen werde die Gewerkschaft der Eisenbahner einen Bruch dieser Vereinbarung akzeptieren. Teil des Regierungsabkommens könne "sein was will", so Haberzettl weiter, "was die ÖBB angeht, werden wir jede Spaltung des Unternehmens mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln bekämpfen!" Ebenso sei der "Zug für ein einheitliches Dienstrecht abgefahren".

Eine Trennung wäre ein nicht wieder gutzumachender Fehler und gefährde massiv Arbeitsplätze, präzisierte der Vorsitzende. "Wie bei den geplanten Maßnahmen bei der ÖIAG handelt es sich bei dieser Thematik ebenfalls um einen politischen Willkürakt, der wirtschaftlich überhaupt nicht begründbar ist", stellte Haberzettl klar.

Die Bereiche Infrastruktur und Absatz wurden durch das Bundesbahngesetz 1992 organisatorisch getrennt und führen seither gesondert Buch. "Dieses Auseinanderdividieren wäre der Startschuss für eine unkontrollierbare Zerschlagung der ÖBB in ein Schienenunternehmen mit rund 23.000 sowie ein Personen- und Gütertransportunternehmen mit etwa 28.000 Mitarbeitern.

ÖGB, 10. März 2000 Nr. 145

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