Film Fonds: Jury vorgestellt

Wien, (OTS) In einem Pressegespräch stellten Kulturstadtrat Dr. Peter Marboe und der Geschäftsführer des Wiener Film Fonds, Dr. Peter Zawrel, die Mitglieder der Jury vor, die gemäß der neuen Geschäftsordnung des Fonds bestellt wurde. Die Reform des Wiener Film Fonds ist also mit dem Inkrafttreten der neuen Satzung, der Ausarbeitung neuer Förderungsrichtlinien und der Bestellung der unabhängigen Jury abgeschlossen.

Der Jury gehören an: Ulli Dohr, Marketing Director für 20th Century Fox in Österreich, Alexander Horwath, Freier Autor, Konsulent und Kurator, Heidrun Podszus, alleinige Gesellschafterin der Ventura Film und Dr. Gottfried Schwarz, Redaktionsleiter Unterhaltung/Wort im ORF. Ersatzmitglieder sind Dr. Elisabeth Büttner, Björn Koll, Dr. Sabine Perthold und Dr. Andreas Ungerböck.

Kulturstadtrat Marboe betonte die völlige Unabhängigkeit der Jury und damit den Wegfall politischer Einflussnahme im Fonds-Bereich. Gleiches gelte auch für das Ende der Zweigleisigkeit der Mittelvergabe für den Fonds. Die Jurymitglieder seien alle Persönlichkeiten mit großem Wissen und Engagement für den Film, die gesamte Reform des Film Fonds solle verstärkt Chancen für den österreichischen Film, für Filmemacher und Produzenten bringen. Der Film Fonds und damit die Jury seien in erster Linie der Kunstform Film, aber auch der Wirtschaftlichkeit verpflichtet, generell solle man Kunst und Wirtschaft nicht in ein antagonistisches Verhältnis zueinander bringen. Zur Frage der Förderung von Experimentalfilmen sagte Marboe, das Budget dafür sei in gleich bleibender Höhe gesichert, eine Integration dieses Bereichs in die Strukturen des Filmfonds sei in Zukunft möglich. Marboe verwies weiters auf die Dreijahresvereinbarung mit dem Film Fonds, der eine vorausschauende Planung ermögliche und auf weitere Maßnahmen für die Filmstadt Wien.

Die erste Sitzung der Jury hat am 9. März stattgefunden: Von insgesamt elf Anträgen mit einer Antragssumme von rund 56,8 Millionen Schilling wurden vier Projekte mit einem gesamten Fördervolumen von rund 20,7 Millionen Schilling befürwortet. Die weiteren Einreichtermine für das Jahr 2000 sind der 10. April, 5. Juni, 28. August und 27. Oktober.

Mit einem bis 2002 gesicherten, jährlichen Budget von 110 Millionen Schilling (7.994.000 Euro) wird der Wiener Film Fonds
als größter österreichischer Regionalfonds einen wesentlichen Impuls zur Aufwertung des Film- und Medienstandortes Wien geben
und einen unverzichtbaren Beitrag zur Absicherung und zum Ausbau
der kreativen österreichischen Filmwirtschaft leisten, die sich gerade jetzt auf einem Weg des Erfolges befindet, der weitere Investitionen verlangt und rechtfertigt.****

Unter kulturellen und wirtschaftlichen Aspekten wird die Förderungspolitik des Wiener Film Fonds vor allem in den Bereichen der Projektentwicklung und des Marketings Schwerpunkte setzen. Gerade in der gegenwärtigen Situation ist das Zusammenwirken aller kreativen Kräfte in den Bereichen der Stoffentwicklung, der Finanzierung, der Herstellung und der zielgruppenorientierten Verwertung notwendig, um die heimische Filmwirtschaft in einem internationalen, europäischen Umfeld wettbewerbsfähig zu erhalten.

Insbesondere bei der Zusammensetzung der neuen, unabhängigen Jury wurde auf diese Herausforderungen Rücksicht genommen. Sie vereint in sich sowohl künstlerische als auch wirtschaftliche Kompetenzen und verfügt über einen internationalen Horizont. Sie wird gemeinsam mit dem Geschäftsführer die Auswahl der zu fördernden Projekte treffen.

Dem von Kulturstadtrat Dr. Peter Marboe ebenfalls neu bestellten Kuratorium obliegt die Kontrolle der Aufgaben des Fonds und der Geschäftsführung. Das Kuratorium beschließt die Förderungsrichtlinien, die Geschäftsordnung und Änderungen der Satzung und leistet damit einen wesentlichen Beitrag zur
Gestaltung der Förderpolitik des Wiener Film Fonds.

Mit der Ausarbeitung eines neuen Erscheinungsbildes und der Intensivierung der Öffentlichkeitsarbeit unter anderem durch eine längst überfällige Positionierung im Internet - wird der Wiener Film Fonds in den nächsten Monaten weitere Reformschritte setzen. (Schluss) gab/rr

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