Rieder: 1. Österreichischer Krebstag

Aufruf zur Lebensbejahung

Wien, (OTS) "Der 1. Österreichische Krebstag der Initiative "Leben mit Krebs" im Wiener Rathaus ist ein Aufruf zur Lebensbejahung für alle Betroffenen und deren Angehörige", betonte Wiens Gesundheitsstadtrat Dr. Sepp Rieder im Vorfeld der am 11. März stattfindenden Veranstaltung.

"Auch wenn Krebs noch immer eine tödliche Krankheit sein
kann, ist es der modernen Medizin gelungen, nicht nur lebensverlängernd zu wirken, sondern diese Lebensverlängerung auch mit Lebensqualität zu erfüllen", so Rieder. Auch deshalb sei ein Leben mit Krebs nicht nur möglich, sondern könne auch lebenswert sein und kein Grund für Selbstaufgabe. "Auch deshalb unterstützt die Stadt Wien die Initiative ´Leben mit Krebs´ und den 1. Österreichischen Krebstag sowohl inhaltlich als auch organisatorisch."****

Überlebensraten steigen kontinuierlich

Dieser Trend zeige sich, so der Gesundheitspolitiker, auch
bei der Zunahme der so genannten 5-Jahre-Überlebensrate bei Krebs. So habe sich diese Überlebensrate bei den Kindern seit den 60er Jahren von 28 Prozent auf 67,6 Prozent fast verdoppelt, bei den Erwachsenen stieg sie von 39 auf 55 Prozent.

Nach wie vor Ost-West-Gefälle bei Krebs

Rieder: Trotzdem zeige sich gerade bei den Krebserkrankungen immer noch ein Ost-West-Gefälle. Österreichweit betrage der Anteil der Krebstodesfälle an der Gesamtsterblichkeit 23 Prozent, in Ostösterreich liege die Sterblichkeit aber immer noch um 3 Prozent über diesem Bundesschnitt. Dies lasse, so Rieder, den Schluss zu, dass Lebensumstände und Lebensgewohnheiten sehr wesentlich für das Krebsrisiko sind. "Ich sehe daher in der Gesundheitsförderung
einen wesentlichen Ansatz, das Krebsrisiko zu senken."

Auch unter diesem Gesichtspunkt sind Früherkennung und regelmäßige Arztbesuche besonders wichtig. Rieder: "Gerade deshalb wäre die Einführung eines Hausarzt-Selbstbehaltes ein Zeichen mit fatalen Folgen. Wer Schmerzen hat, wird sich auch durch einen Selbstbehalt nicht vom Arztbesuch abbringen lassen. Wenn jemandem aber vermeintlich nichts fehlt, gibt es mit dem Selbstbehalt einen ´guten Grund´, nicht zum Arzt zu gehen."

Mehr Vernetzung und Kooperation in der Krebsbehandlung

Wien hat das dichteste Netz von Einrichtungen zur Krebsbehandlung in Österreich. Rieder: "Deshalb wollen wir die Vernetzung, Zusammenarbeit und Kooperation der Wiener Krebszentren (AKH, Wilhelminenspital, Kaiser Franz Josef-Spital, Krankenhaus Lainz, Donauspital, Rudolfstiftung) mit niedergelassenen Ärzten, Selbsthilfegruppen und anderen Krebs-Einrichtungen weiter
vertiefen und verbessern.

"Onko-Pass" noch heuer flächendeckend

Rieder: "Ein Ergebnis dieser Zusammenarbeit wird der so genannte ´Onko-Pass´ sein, der schon jetzt von einzelnen Einrichtungen ihren Patienten zur Verfügung gestellt wird."

Im Onko-Pass werden die wichtigsten Hinweise für den
Patienten wie Therapien, Behandlungstermine etc. eingetragen.
Damit wird dem Patienten mehr Informationen und Sicherheit über seinen Behandlungsverlauf gegeben, aber auch die Koordination zwischen den behandelnden Therapiezentren verbessert. Rieder:
"Dieser Onko-Pass wird noch heuer flächendeckend für Wien angeboten werden."

Psychologische Betreuung ausbauen

Im Zuge der jetzt vom Wiener Krankenanstaltenverbund zu organisierenden neuen Struktur des psychologischen und psychotherapeutischen Dienstes in den Spitälern wird der Bereich der Betreuung von Krebspatienten einen besonderen Schwerpunkt bilden. (Schluss) nk

o SERVICE:

Österreichischer Krebstag "Leben mit Krebs":

Zeit: Samstag, 11. März, 11 bis 17 Uhr
Ort: Wiener Rathaus, Festsaal, Eintritt Freitag
Eröffnung: 11 Uhr durch Stadtrat Dr. Sepp Rieder, Sylvia Eisenburger, Europa Donna Austria, Univ.Prof. Dr. Christoph Zielinski, Initiator "Leben mit Krebs" und Dkfm. Dr. Eugen
Hauke, Generaldirektor Wiener Krankenanstaltenverbund

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