Ederer: Rießland bringt neuen Schwung für WWFF

Wien, (OTS) "Der neue Geschäftsführer DI Dr. Bernd Rießland wird neuen Schwung für den Wiener Wirtschaftsförderungsfonds (WWFF) bringen", erklärte Finanz- und Wirtschaftsstadträtin Mag. Brigitte Ederer am Freitag bei dessen Vorstellungs-
Pressekonferenz, an der auch WK-Wien-Präsident KR Walter Nettig teilnahm, "Mit dieser neuen Spitze soll ein modernisierter WWFF
den wirtschaftlichen Strukturwandel Wien positiv gestalten
helfen".

Am 15. Februar hat DI Dr. Bernd Rießland seine Tätigkeit als Geschäftsführer des Wiener Wirtschaftsförderungsfonds (WWFF) aufgenommen. Schon bisher steht der WWFF in enger Zusammenarbeit
mit der Stadt Wien und der Wirtschaftskammer Wien sowohl der heimischen Wirtschaft, als auch internationalen Unternehmen für
ihr Engagement in Wien als kompetenter Ansprechpartner zur Verfügung.

Unter der Leitung von DI Dr. Bernd Rießland wird der WWFF seine Serviceleistungen deutlich erweitern:

Immobilienanbote für Forschung und Technologieentwicklung

Immer raschere Innovationszyklen verlangen ständige Forschung und Technologieentwicklung, wenn der Standort Wien und die Vienna Region attraktiv bleiben und in ihrer Dynamik gestärkt werden sollen. Durch Eigeninvestitionen von Land Wien und WWFF gemeinsam mit privaten Investoren in so genannten ppp-Modellen (public-privat-partnership) sollen attraktive Standorte
(Technologiezentren) für die Konzentration von bestehenden Unternehmen und Neugründungen in verschiedenen Technologiefeldern geschaffen werden. Die öffentliche Beteiligung stellt die langfristige Ausrichtung auf Forschungsschwerpunkte sicher und ist als Risikopuffer für private Kofinanzierungen konzipiert. Dadurch sollen sich die privaten Finanzierungskosten reduzieren. Die
private Beteiligung soll Preis- und Verwertungsgarantien
beibringen, die die effiziente Verwendung der öffentlichen Mittel sicherstellt. Zusätzlich wirkt die Ergänzung um private Finanzierungsmittel als Hebel bei der Erreichung der öffentlichen Zielsetzungen. Startprojekt könnte die Erweiterung des Technologiestandortes Dr. Bohrgasse sein.

Standort Vienna Region

Wichtig erscheint in diesem Zusammenhang, dass es zumindest teilweise gelingt, die Ergebnisse der Technologieentwicklung auch für die Produktionsphase in der Vienna Region zu halten. Dabei können verbundene Dienstleistungen und kapitalintensive Investitionen in Wien, zusätzlich raumintensive Investitionen in NÖ und Burgenland ihren Standort finden. Besonders hervorzuheben ist zusätzlich, dass in Ausnutzung der engen Nachbarschaft zu Tschechien, Slowakei und Ungarn ideale Kombinationsmöglichkeiten für lohnintensive Produktionen gegeben sind. Diese spezielle Lagegunst gilt es durch Gemeinschaftsprojekte zu nützen und international als Argument für die Ansiedlungspolitik verstärkt bewusst zu machen.

Eigenkapital für Forschung, Entwicklung und Startup in Ergänzung zu FFF, Venture Capitalfonds und Wiener Risikokapitalfonds

Neben der Schaffung geeigneter Standorte soll die Verbindung zwischen Wissenschaft und Produktion einerseits durch verstärkte Kommunikation - zu der der WWFF seinen Beitrag leisten möchte -sowie durch die Schaffung von finanziellen Anreizen für die wirtschaftliche Betrachtung von Forschungsaktvitäten und andererseits durch die wissenschaftliche Anreicherung von Produktionsvorgängen erreicht werden. Risikokapital für rasch wachsende Betriebe mit mehrjähriger erfolgreicher Performance gibt es in ausreichendem Volumen. Im Bereich junger Unternehmen - spin off von Universitäten und anderen Forschungseinrichtungen und
start up Finanzierungen für Neugründungen von Unternehmen - kommt es in der Praxis aber immer wieder zu Problemen. Im Rahmen der geplanten Technologiezentren sollen durch Kombination bestehender Finanzierungsangebote und - falls erforderlich ergänzt um eigene Instrumente - attraktive Startfinanzierungsmodelle geschaffen werden. Auch hier ist die Kombination privater und öffentlicher Mittel ein wesentliches Erfolgsrezept. Dabei sind erfolgsabhängige Finanzierungen analog Venturecapital-Finanzierungen ein Vorbild.

Marktsicherung durch Beteiligung österreichischer KMU an KMU in den östlichen Nachbarländern

Wesentliche Teile der großen öffentlichen und privaten Firmenstrukturen in unseren östlichen Nachbarländern sind im Rahmen von Privatisierungen in ausländische Hand, und dabei in der Regel nicht in österreichische Hand gefallen. Die Marktsicherung für österreichische Produkte und Unternehmungen und damit die Sicherung unseres Wirtschaftsstandortes durch Exporte und durch Beteiligungserträge muss daher auf der Ebene der mittleren Unternehmungen verstärkt vorangetrieben werden. Durch die Kombination der Kontakte der öffentlichen Hand (besonders des Landes Wien mit dem know how der Wirtschaftskammer) ergänzt um einschlägige finanzielle Unterstützung auch durch den WWFF muss in Zukunft versucht werden, einen wachsenden Marktanteil von Firmen
aus der Vienna Region in unseren Nachbarländern mit ihrer sich rasch entwickelnden Nachfrage im Konsum- wie im Produktionsgüterbereich sicherzustellen.

Zusammenführung von Planung, Errichtung und Finanzierung zur Realisierung von Gemeindeinfrastruktur in Tschechien, Slowakei, Ungarn und Slowenien

Dem zum Teil ausgezeichneten know how bei der Planung, Errichtung und Finanzierung von Infrastruktureinrichtungen bis hin zu sozialem Wohnbau und vielfältigen Kontakten in den östlichen Nachbarländern auf öffentlicher und auf Firmenebene steht eine Zersplitterung der anbietenden Strukturen gegenüber. Es gelingt nicht in ausreichendem Maße, Gesamtanbote (von der politischen Aufbereitung über die Planung und Finanzierung bis zur Errichtung) zu legen. Dies ist ein Kommunikationsthema - aber auch ein Risikothema. Es wird angestrebt, u.a. das Instrumentarium der FGG
- Finanzierungsgarantiegesellschaft des Bundes - zu nützen und teilweise um Eigenkapital- und Garantiekomponenten zu ergänzen. Damit soll mitgeholfen werden, gesamthaft agierende Angebotsstrukturen für unsere Wirtschaft aufzubauen. (Schluss) sto

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