"Literatur im März" eröffnet

Wien, (OTS) Kulturstadtrat Peter Marboe eröffnete am Donnerstag Abend in der Kunsthalle im Museumsquartier die
"Literatur im März", die in diesem Jahr unter dem Motto "Transzendenz" steht. Bis Sonntag präsentieren die Literaturtage
zu diesem Thema Lesungen, Diskussionen, Veranstaltungen mit prominenten Vortragenden. Die Eröffnungslesung am Donnerstag hielt Christoph Ransmayr. Kulturstadtrat Peter Marboe sagte, die "Literatur im März" erfülle eine wichtige Funktion in der Kommunikation zwischen Autoren und ihrem Publikum. Sie sei damit eine Brücke zum Lesen.

Das weitere Programm der Literatur im März:

Der heutige Freitag steht unter dem Motto "Spiritualität".
Die Lesung des heurigen Büchnerpreisträgers Arnold Stadler korrespondiert mit Lesungen der ungarischen Autoren György Dalos ("Der Gottsucher") und Laszlo Krasznahorkai ("Krieg und Krieg"), deren Bücher auf jeweils unterschiedliche Weise die Frage nach dem Transzendenten im Alltag stellen. Ein Höhepunkt ist die Lesung des deutschen Lyrikers Peter Rühmkorf, dessen "vorletzte Gedichte" so etwas wie eine Summe seines Lyrikerlebens darstellen. Sowohl am Freitag wie auch an den Folgetagen gibt es prominent besetzte Gesprächsrunden. Heute werden die Philosophen Ludger Lütkehaus und Peter Strasser sowie der Berliner Medientheoretiker Dietmar Kamper unter der Leitung von Peter Huerner nach einleitenden
Kurzvorträgen zum Thema "Über die letzten Dinge: Transzendenz und Spiritualität heute" diskutieren. Den Tag beschließt die Filmdokumentation "Dezember 1-31", eine filmische Spurensuche nach einem verstorbenen Freund.

Zwei Kurzfilme von Kennth Anger gefolgt von einem Vortrag zum Thema "Satanismus" von Josef Dvorak eröffnen das Samstag-Programm, das unter dem Motto Geister, Tod und Teufel steht. Die Lesung von Wolfgang Bauer, sowie eine deutsch/englischsprachige Lesung des Schauspielers, Publizisten und Übersetzers Harry Rowohlt und des irischen Autors Roger Boylan zählen zu den Highlights des Abends.

Auch am Samstag zu Gast, der amerikanische Autor Nik Cohn -
er wird aus seinem Roman "Manhattan Babylon" lesen - dessen
Vorlage in den 70er Jahren zum Welterfolg des Films "Saturday
Night Fever" geführt hat. Mit Wolf Haas liest einer der erfolgreichsten jüngeren Krimiautoren, dessen jüngster Roman "silentium!" im Milieu der katholischen Kirche spielt.

Am Sonntag geht es unter dem Motto Riten, Mythen, Wunder um eine Grenzüberschreitung zu anderen Bewusstseinsformen und anderen Kulturen. Ein Höhepunkt ist der Auftritt der amerikanischen
Autorin Donna Cross, die mit ihrem Roman "Die Päpstin" über die umstrittene, mythenumrankte Figur der mittelalterlichen Päpstin Johanna ein weltweites Publikum gewonnen hat. Höhepunkte des Lesungsprogramms sind Auftritte des wichtigsten Vertreters der maghrebinischen Literatur (er wurde unter anderem mit dem wichtigsten französischen Literaturpreis, dem Prix Goncourt, ausgezeichnet), Tahar Ben Jelloun, und des ebenfalls in Paris lebenden Albaners Ismael Kadare, der zu einer Gallionsfigur der albanischen demokratischen Erneuerung wurde. Auftakt und Ende
dieses Tages bildet ein thematisch ergänzendes Filmprogramm. (Schluss) gab/rr

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