Brauner: Mehr Mädchen in nicht-traditionelle Berufe!

Stadträtin bei Preisverleihung der "Amazone 2000" durch Verein Sprungbrett - Anerkennungspreis an die Stadt Wien

Wien, (OTS) Zum fünften Mal wird heute, Freitag, an Wiener Wirtschaftstreibende die "Amazone" verliehen. Ein Preis, der von
der Mädchenberatungsstelle "Sprungbrett" an Betriebe, die
besonders vorbildlich bei der Förderung von Mädchen und Frauen in nicht-traditionellen Berufen und Ausbildungen sind, jährlich verliehen wird. "Noch immer entscheiden sich 50 Prozent der jungen Wienerinnen für die Ausbildung zur Friseurin, zur Sekretärin oder zur Verkäuferin. Ein Prozentsatz, der sich kontinuierlich verringert, aber angesichts des Angebotes zahlreicher anderer, zukunftsweisender Berufe noch immer zu hoch ist. Wir brauchen
daher Vorbilder sowie entsprechende Vereine und Einrichtungen, die den Mädchen Mut machen und ihnen Ausbildungsmöglichkeiten anbieten", unterstrich Frauenstadträtin Renate Brauner in ihrer Rede. Mit "besonderer Sorge" beobachte Brauner daher die Linie der neuen Bundesregierung, die vor allem für Mädchen- und Frauenberatungseinrichtungen bislang nichts Gutes verheisse. "Noch immer warten 20 Wiener Einrichtungen, darunter auch der Verein Sprungbrett, auf die Fördergelder von Seiten des Bundes. Ich appelliere daher an dieser Stelle in aller Dringlichkeit an die schwarz-blaue Bundesregierung, kein Sparpaket auf Kosten der
Frauen zu schnüren", betonte die Stadtpolitikerin.****

Eine ExpertInnenjury bestehend aus VertreterInnen der Wirtschaft, der Frauen- und der Sozialpolitik hat die Amazone 2000 an die Porsche Inter Auto KG, für die beispielhafte Ausbildung von Mädchen zu K-Mechatronikerinnen, vergeben. Der Preis selbst wurde von der Künstlerin Margot GEIGER gestaltet, ist aus den
Materialien Stoff, Metall und Holz beschaffen und in den Farben gelb, orange und rot gehalten.

Anerkennungspreis an die Gemeinde Wien

Neben dem Hauptpreis "Amazone" geht auch ein
Anerkennungspreis an die Gemeinde Wien, die mit einem
Mädchenanteil von 27 Prozent in so genannten "nicht-traditionellen" Lehrberufen ebenfalls an der Beseitigung von Rollenzuschreibungen und Vorurteilen in der Lehrausbildung
arbeitet. "Für mich als Frauen - aber auch Personalstadträtin ist dieser Preis ein besonders schönes Zeichen, das Mut macht, den begonnenen Weg fortzusetzen", so Brauner. Die Gemeinde Wien bildet derzeit 831 Lehrlinge aus, informierte die Stadträtin; insgesamt sind in der Gemeinde Wien 65.000 Frauen und Männer beschäftigt -der Frauenanteil liegt hier bei 62,7 Prozent.

Schließlich ging auch an den Betrieb "Donna & Blitz" ein Anerkennungspreis. "Donna & Blitz" ist ein elektrotechnischer Betrieb, der von einer Frau geleitet wird und nur Frauen beschäftigt.

Der Verein Sprungbrett besteht seit dem Jahr 1987 und bietet neben der Beratung und Unterstützung von Mädchen in nicht-traditionellen Berufen seit zwei Jahren auch eine Drehscheibe für Lehrstellen an. 229 Lehrstellen für Mädchen konnten in dieser Zeit akquiriert werden; auf die Zusammenarbeit mit dem Arbeitsmarktservice, mit Betrieben, Schulen sowie LehrerInnen und Eltern legt der Verein größten Wert.

"Der Verein Sprungbrett leistet unverzichtbare Arbeit für Mädchen und Frauen in unserer Stadt. Es wäre unverantwortbar, wenn die neue Regierung dieses wertvolle Angebot gefährdet. Im
Gegenteil - es sollte alles daran gesetzt werden, die Frauen- und Mädchenberatung auszubauen. Die Stadt Wien wird jedenfalls weiterhin die Partnerin der Frauen sein", unterstrich Stadträtin Brauner abschließend. (Schluss) kat

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

www.wien.at/vtx/vtx-rk-xlink/
Sonja Kato
Tel.: 4000/81 840 oder 0664/2209131
e-mail: kat@gif.magwien.gv.at

PID-Rathauskorrespondenz:

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NRK/NRK