ARBÖ: Spritpreiserhöhung empört die Kraftfahrer - so können Sie Geld sparen

Wien (ARBÖ) - Im Windschatten der Steuererhöhungen des Finanzministers für den Pkw-Verkehr, die er bereits als unverhandelbar bezeichnet hat, steigen auch die Treibstoffpreise.

Steigt der Rohölpreis, dann sind die Mineralölfirmen mit Preiserhöhungen sehr rasch. Anpassungen statt Steuererhöhungen, höhere Nettopreise bei den Treibstoffen als in vielen anderen EU-Staaten zeigen, dass die Bundesregierung aber auch die Mineralölwirtschaft beim privaten Kraftfahrer "abkassieren"
wollen, kritisiert der ARBÖ.

Wirtschaftsminister Dr. Martin Bartenstein hat nach Ansicht des ARBÖ bei der Treibstoffpreisentwicklung in Österreich wachsam zu sein. Das Wirtschaftsministerium soll die Nettopreise bei Euro
Super 95 Oktan und Diesel, wie sie in Österreich und allen EU-Staaten wöchentlich erhoben werden, auch veröffentlichen. Daraus wird nämlich der wachsende Preisunterschied zwischen Österreich und einigen anderen EU-Staaten ersichtlich. Von einem Unterschied von 28 Groschen bei Superbenzin im April 1999 stieg die Differenz auf 46 Groschen. Beim Diesel lautete der Anstieg von 12 auf 30 Groschen innerhalb von elf Monaten. Der Wirtschaftsminister ist aufgefordert hier kontrollierend und regulierend einzugreifen.

ARBÖ-Tipps: So können Kraftfahrer Geld sparen

Als Hilfestellung für die Kraftfahrer aktualisiert der ARBÖ ständig seine Spritpreisbörse: Aktuelle Preisübersichten und die günstigsten Tankmöglichkeiten können auf der ORF-Teletextseite 433 oder über die ARBÖ-Homepage www.arboe.at im Internet abgerufen werden.

Durch vorausschauende und ökonomische Fahrweise kann auch der Spritverbrauch reduziert werden, dies bedeutet weniger
Schadstoffe, geringere Umweltbelastung und hilft Geld sparen. Die ARBÖ-Techniker raten: "Vermeiden sie vor allem starkes Beschleunigen und Bremsen sowie ein Fahren mit hohen Drehzahlen. Eine hochtourige 'sportliche' Fahrweise verursacht mehr Lärm, mehr Schadstoffe und einen Mehrverbrauch von bis zu drei Liter pro 100 Kilometer."

Weitere ARBÖ-Tipps, um Sprit zu sparen:
* Der Winter neigt sich dem Ende zu. Daher sollten Dachboxen oder Dach-/ Skiträger nach Gebrauch sofort wieder abmontiert werden.
Der Luftwiderstand bewirkt eine deutliche Verbrauchssteigerung, speziell bei höheren Geschwindigkeiten.
* Schalten Sie so früh wie möglich in den nächsthöheren Gang. Ein durchschnittliches Auto benötigt bei Tempo 60 im 2. Gang zehn Liter, im 3. Gang 6,6 Liter und im 4. Gang 4,8 Liter auf 100 Kilometer. Keine Angst vor niedrigen Drehzahlen! Sowohl Kühlung
als auch Motorschmierung funktionieren auch bei geringen Motordrehzahlen einwandfrei.
* Lassen Sie den Motor nicht unnötig laufen. Stellen Sie den Motor ebenso vor einem Bahnschranken ab. Das wirkt sich ab einer Zeitspanne von etwa 50 Sekunden positiv auf den Verbrauch aus.
* Staus und Kolonnenfahrten wirken drastisch auf den Kraftstoffverbrauch. Sinkt die Durchschnittsgeschwindigkeit zum Beispiel von 40 km/h auf 20 km/h, verbrauchen sie doppelt so viel Treibstoff. Weichen sie Staus nach Möglichkeit schon vorzeitig
aus.
* Vermeiden sie unnötigen Ballast im Kofferraum. Pro 100 Kilogramm zusätzlicher Masse steigt der Verbrauch um etwa 0,3 Liter auf 100 Kilometer.
* Nehmen sie elektrische Extras, wie zum Beispiel Heckscheibenheizung, nur dann in Betrieb, wenn dies unbedingt erforderlich ist. Die Heckscheibenheizung verursacht einen Mehrverbrauch von etwa 0,1 Liter auf 100 Kilometer. In analoger Weise bewirken natürlich auch andere zusätzliche Verbraucher (wie zusätzliche Beleuchtungseinrichtungen oder Klimaanlage) eine Erhöhung des Verbrauchs.
* Achten sie auf den richtigen Reifendruck. Ein zu geringer Reifendruck bewirkt neben einer erhöhten Abnützung eine Erhöhung des Rollwiderstandes und damit auch des Verbrauchs. Den
vorgesehenen Reifendruck entnehmen sie der Betriebsanleitung oder einem Aufkleber an Ihrem Fahrzeug.

Dipl.Ing. Ognar vom ARBÖ abschließend: "Wenn sie nur einige dieser Tipps befolgen, können Sie ein bis zwei Liter je 100 Kilometer sparen. Auf das Jahr hochgerechnet, ist das ein Minus
von einigen hundert Litern Kraftstoff. Das bedeutet weniger Schadstoffe, geringere Umweltbelastung und einige Tausender mehr
in Ihrer Brieftasche."

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