Soziales/Sichere Gemeinden/Bischof

LR Bischof: Prävention sichert Lebensqualität BILD Schwerpunkte der Initiative "Sichere Gemeinden"

Bregenz (VLK) - Die Schwerpunkte 2000 der Initiative
Sichere Gemeinden und aktuelle Zahlen standen heute,
Donnerstag, im Mittelpunkt einer Pressekonferenz mit Landerat Hans-Peter Bischof. Bischof betonte, dass Vorarlberg mit
Sichere Gemeinden einen neuen Weg in der Unfallverhütung
gegangen ist. "Wichtig von Beginn an war, die Bevölkerung einzubinden, denn wirksame Unfallverhütung braucht
sensibilisierte und engagierte Bürgerinnen und Bürger. Sie
sind die Basis für alle Aktivitäten in den Gemeinden. Die Initiative kann nur Impulsgeber sein. Prävention sichert Lebensqualität, denn jeder vermiedene Unfall vermeidet
Schmerz und Leiden." ****

Die Initiative Sichere Gemeinden wurde im Jahr 1993 ins
Leben gerufen und kann auf eine erfolgreiche Entwicklung
zurück blicken. Nach einer Pilotphase mit 14 Gemeinden aus
dem Bezirk Bregenz wurde die Initiative auf Grund ihres
Erfolges - Reduktion der Unfälle um rund 19 Prozent - im
Jahr 1997 auf alle Vorarlberger Gemeinden ausgedehnt. Im Jahr
1998 wurde die Aktion mit dem WHO-Gütesiegel "Safe Community" ausgezeichnet. Die Hauptfinanzierungsträger der Initiative
sind der Sozialfonds des Landes und der Gemeinden mit 2,76
Millionen Schilling (rund 200.000 Euro) sowie die
Vorarlberger Gebietskrankenkasse mit zwei Millionen Schilling
(rund 145.000 Euro).

Unfallverhütung: Vorarlberg schaffte Trendwende

Jährlich entstehen in Vorarlberg Unfallfolgekosten in Höhe
von 1,6 Milliarden Schilling (116 Millionen Euro). 60 Prozent entfallen auf Heim-, Sport- und Freizeitunfälle. 27.000 Vorarlberger verletzen sich dabei, 70 Prozent aller Unfälle ereignen sich im Privatbereich (rund 40.000). Vorarlberg hat
als erstes Land durch die Kooperation mit allen Trägern von Unfallkosten die Trendwende in der Unfallverhütung geschafft. "Sichere Gemeinden" ist derzeit ein befristetes Projekt bis
Dezember 2001. Im Frühjahr 2001 wird eine wissenschaftliche Evaluierung über die fünfjährige Dauer der landesweiten Initiative präsentiert. Diese Auswertung bildet dann auch die Grundlage über eine weitere Fortsetzung.

Geplante Schwerpunkte im Jahr 2000

-Info-Seminar für Gemeinden zum Thema "Skaterplatz"

-Snowboard Camp mit Snowboard-Profis zum Thema "Abseits

der Piste"

-Rad-Helm-Spielefeste (Kinderfahrradhelm)

-Dornbirner Frühjahrsmesse: Thema "Reiten - Pferde"

-Mountainbike: Pilotversuch mit ausgebildeten Bike-

Lehrwarten (Zusammenarbeit mit Sportinfo Vorarlberg)

-Senioren: Ausbildung von Multiplikatoren in den

Seniorenorganisationen. Erstmals in Österreich sitzen
die

Seniorenorganisationen an einen Tisch, um sich zum Thema Unfallvorbeugung weiterzubilden.

-Riesenküche, Kinderunfälle (Einbindung der Kindergärten)

-Clown im Kindergarten

-Sehen und gesehen werden (reflektierende Materialien im

Straßenverkehr)

-Toter Winkel beim LKW: "Aktion Brummi"

-Sicher Holzen

Weitere Informationen gibt es bei der Initiative Sichere Gemeinden, Telefonnummer #43(0)5572/54343, E-Mail:
sige@sicheregemeinden.at
(ug/dig,nvl)

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