Land baut "Behindertenbetreuung" aus:

Prokop: Bis 2006 Bedarf an Einrichtungen in NÖ decken

St.Pölten (NLK) - Das Land baut seine Betreuung für Menschen mit besonderen Bedürfnissen aus. "Bis 2006 wollen wir in allen 21 Bezirken Niederösterreichs den Bedarf an Wohnplätzen zu 60 Prozent und jenen an Beschäftigungstherapieplätzen zu 70 Prozent abdecken", erklärte Landeshauptmannstellvertreterin Liese Prokop heute in St.Pölten. Ab dem nächsten Jahr sollten daher 640 zusätzliche Wohnplätze entstehen, also jedes Jahr 90. Bei den Werkstätten seien insgesamt 360 neue Plätze notwendig. Wohnplätze sind Wohnungen, wo Menschen mit einer körperlichen, geistigen oder psychischen Beeinträchtigung außerhalb der Familie betreut werden. Werkstätten sind für Menschen gedacht, die keine Chance auf einen Job am Arbeitsmarkt haben. Sie arbeiten dort unter fachlicher Anleitung.

Derzeit werden in Niederösterreich 4.100 Menschen betreut, 1992 waren es noch 2.870. Bei der Wohnbetreuung gibt es große Versorgungslücken in den Bezirken Gmünd, Horn, Bruck an der Leitha, Lilienfeld, St.Pölten und Baden. Werkstättenplätze mit Beschäftigungsplätzen sind in den Bezirken St.Pölten, Baden, Bruck an der Leitha und Gänserndorf rar. "Die Kosten für einen Wohnplatz betragen für das Land jährlich 280.000 Schilling, für einen Werkstättenplatz 150.000 Schilling. Der Betrieb der zusätzlichen 1.000 Wohn- und Werkstättenplätze beläuft sich auf insgesamt 234 Millionen Schilling", rechnet Prokop vor. Durch das Ausbauprogramm entstehen circa 300 neue Arbeitsplätze im Sozialbereich.

Das Land wendet heuer für Menschen mit besonderen Bedürfnissen insgesamt 1,2 Milliarden Schilling auf. Errichtet und betrieben werden die Einrichtungen von Organisationen wie der NÖ Lebenshilfe, der Caritas oder lokalen Elterninitiativen.

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