Prinzhorn warnt Gewerkschafter vor unobjektiver Betrachtungsweise

ÖIAG-Privatisierung ist eine Notwendigkeit für die Sicherung des Wirtschaftsstandortes Österreich - "survival of the fittest"

Wien, 2000-03-09 (fpd) - Die Zwischenrufe von den ÖGB-Bossen im Vorfeld der heute stattfindenden ÖIAG-Betriebsrätekonferenz seien als parteipolitische Querschläger zu verstehen, da klar sei, daß die "Oberen Zehntausend" von der Gewerkschaft nach dem Regierungswechsel noch nicht zwischen Parteipolitik und wirklicher Interessensvertretung unterscheiden können, sagte heute der freiheitliche Wirtschafts- und Industriesprecher Dipl.-Ing. Thomas Prinzhorn. ****

Neben budgetären Gründen für die umfassende ÖIAG-Privatisierung werde Unternehmen ohne jeglichen staatlichen Einfluss auch eine höhere betriebswirtschaftliche Effizienz unterstellt. Dies werde von der Wissenschaft immer wieder aufgezeigt und von den Märkten täglich bewiesen. Untersuchungen haben gezeigt, daß private Unternehmen eine signifikant bessere Performance aufweisen als gemischte Unternehmen und gemischte Unternehmen wiederum eine signifikant bessere Performance als öffentliche Unternehmen. Der Rückzug des Staates werde derzeit auch mit viel Erfolg europaweit vorangetrieben. Es könne auch kein Fehler der Gewerkschaften sein, diesbezüglich bei den mehrheitlich sozialdemokratischen geführten Regierungen Europas Benchmarks einzuholen, um sich zu überzeugen, daß sich FPÖ und ÖVP hierbei in durchaus guter Gesellschaft befänden. Österreich müsse Vorreiter und nicht Nachzügler sein.

Es sei, so Prinzhorn, ein ehernes Gesetz, dass sich Politik und Wirtschaft unter einem Hut nicht gut vertragen. In kurzfristigen Betrachtungen möge wohl die Politik die besseren Karten haben, um sich als erfolgreicher Unternehmer vor dem Wähler zu profilieren, wenn beispielsweise in der verstaatlichten Industrie zwar politisch wohlklingende, aber marktwirtschaftlich realitätsfremde Maßnahmen umgesetzt würden. Langfristig seien es aber die Märkte, die den Weg der Kostenminimierung, der Innovationsfreudigkeit und des Wettbewerbes vorzeichnen und dadurch dem Konsumenten zu einem "Mehr an Wohlstand" verhelfen. "Wenn das der Staat nicht erkennt, so schadet er seinen Bürgern!", sagte Prinzhorn und appellierte dabei vor allem an die Vernunft der Gewerkschafter Verzetnitsch und Nürnberger.

So seien es auch nur gesunde und wettbewerbsfähige Unternehmen, die langfristig Arbeitsplätze sichern können. "Unternehmen, die frei von politischem Einfluss sind, können auch viel wirksamer und rascher auf geänderte Marktsituationen reagieren und so den Erhalt der Wertschöpfung und damit der Beschäftigung garantieren." Dies sei, so Prinzhorn, gerade auch im Rahmen der heute stattfindenden ÖIAG-Betriebsrätekonferenz zu berücksichtigen, um die staatlichen und staatsnahen Betriebe in der ÖIAG, ganz nach dem Motto - "survival of the fittest" - für die Zukunft zu stärken. (Schluß)

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