Grüne fordern neues Kindertagesheimgesetz

Wien, (OTS) Es gebe in Wien nicht nur zu wenig Kinderbetreuungsplätze, auch deren Qualität sei mangelhaft. Dies sagte GR Susanne Jerusalem am Donnerstag in einem Pressegespräch der Grünen. Über entsprechende Probleme werde zwar seit Jahren diskutiert, zu Verbesserungen sei es noch nicht gekommen.

Besonders kritisch setzte sich Jerusalem mit der Gruppengröße auseinander. Bei einer Anzahl von 25 bis 28 Kindern könnten diese ihre emotionalen Bedürfnisse nicht befriedigen. Auch sei es nicht möglich, Kreativität und Spontanität auszuleben. Die räumliche Enge würde entweder zu Aggressionen führen oder dazu, dass sich Kinder, um soziale Konflikte zu vermeiden, zurückziehen. Wie Jerusalem sagte, hätten von ihr vor sechs Monaten durchgeführte Recherchen ergeben, dass von 377 städtischen Kindertagesheimen nur 135 über einen zusätzlichen Bewegungsraum verfügen würden. Selbst bei den 135 Kindertagesheimen müssten viele Gruppen einen solchen Raum teilen.

Aus diesem Grund fordern die Grünen ein neues Kindertagesheimgesetz. Darin sollte die Gruppengröße auf 15 Kinder (derzeit 25-28) festgeschrieben werden, statt bisher einer sollten zwei Fachkräfte pro Gruppe zur Verfügung stehen, pro Kind wären vier Quadratmeter Platz (statt bisher zwei) erforderlich, und
nicht zuletzt dürften Bewegungsräume aus Platznot nicht als Gruppenräume Verwendung finden. Eine entsprechende Gesetzesnovellierung soll nach den Worten Jerusalems noch in
dieser Legislaturperiode eingebracht werden. (Schluss) ull/rr

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