- 09.03.2000, 10:50:19
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Hartinger: "Spitäler sind SP-Dörflingers Verantwortungsbereich"
Täuschungsversuche nützen nichts
Wien, 2000-03-09 (fpd) - Die freiheitliche Krankenanstaltensprecherin
Abg. Mag. Beate Hartinger nahm heute zu den Vorwürfen rund um den
Rechnungshofbericht - betreffend das LKH Graz - in der steirischen
Landeshauptstadt Stellung.
Einem Bericht der heutigen Kleinen Zeitung zufolge sieht
SP-Spitalslandesrat Günter Dörflinger die Verantwortung der
steirischen Spitäler bzw. deren Personal im Ressortbereich des
VP-Landesrates Gerhard Hirschmann angesiedelt. "Es ist schon klar,
daß nach den Hiobsbotschaften der letzten Jahre rund um die
steirischen Spitäler der Gesundheitsreferent des Landes Steiermark
sich immer mehr von diesen distanziert. Doch wird dem SP-Landesrat
hoffentlich bewußt sein, daß die Mißstände - die mittlerweile
wöchentlich durch kritische Medien veröffentlicht werden - das
Resultat jahrelanger Kindesweglegung durch ihn selbst sind", meinte
Hartinger.
"Es ist der erfolgloseste Täuschungsversuch, jetzt die Verantwortung
auf ein anderes Ressort abzuwälzen", so Hartinger weiter. "Tatsache
ist, daß die steirischen Spitäler allein im Verantwortungsbereich des
Gesundheitsreferenten Dörflinger liegen und er darüber volle
Handlungskompetenz besitzt. Auch im Bereich der schon vor Wochen
kritisierten Amtsärzte haben wir mittlerweile die Bestätigung, daß
ausschließlich SP-Landesrat Dörflinger und sein weisungsgebundener
Landessanitätsdirektor die volle Verantwortung für das steirische
Sanitätswesen tragen. Wenn der Herr Landesrat seine Verantwortung
nicht mehr wahrnimmt, soll er so ehrlich sein und es auch sagen,
damit man notwendige personelle Entscheidungen im Sinne der
steirischen Patienten treffen kann. Sein Rücktritt ist nach den
letzten Faschingsauftritten nicht ausgeschlossen."
Die freiheitliche Krankenanstaltensprecherin forderte eine lückenlose
Aufklärung der Mißstände im steirischen Gesundheitswesen und kündigte
auch an, daß dieser veröffentlichte Rechnungshofbericht leider nicht
das letzte vernichtende Urteil über die steirische Gesundheitspolitik
und ihre Verantwortlichen sein werde. (Schluß)
Rückfragehinweis: 01 / 401 10-5689 oder
0664 / 243 37 09
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